Bidirektional
Das Attribut bidirektional impliziert, dass eine Datenübertragung in beide Richtungen Punkt zu Punkt stattfindet. Beispielsweise besteht ein bidirektionaler logischer Kanal aus einem Paar assoziierter Übertragungswege zwischen zwei Terminals, wobei jeder Kanal nur eine Richtung hat. Eine Punkt-zu-Mehrpunktverbindung (Beispiel Konferenzschaltung) wird nicht als bidirektional bezeichnet. In einem bidirektionalen Ring, der mehrere Netzknoten verbindet, wird der Datenverkehr im Regelfall so gerichtet, daß beide Richtungen einer bidirektionalen Verbindung dieselben Netzknoten durchqueren, aber in umgekehrter Richtung. Im Fehlerfall, bei dem ein Übertragungsweg der beiden ausfällt, kann im Ring eine Protectionumschaltung stattfinden, sodass das unterbrochene Signal den Ring in derselben Richtung durchläuft.
bidirektionale Schnittstelle
Kann man mit einer Schnittstelle sowohl Daten empfangen (Receiver) als auch senden (Transmitter), dann ist diese Schnittstelle bidirektional (Transceiver). Das Gegenteil wäre eine unidirektionale Schnittstelle (enth. nur Receiver oder nur Transmitter).
Je nach Aufbau des Transceiver ist eine Übertragung in beide Richtungen gleichzeitig oder nur in einer Richtung zur Zeit möglich. Werden Daten zur gleichen Zeit in beide Richtungen auf den gleichen Medium übertragen, ist eine Unterscheidungsmöglichkeit nötig (siehe full-Duplex-Verfahren).
Einfache physikalische Schnittstellen die die Information nur mit beispielsweise einer Größe z.B. 2 verschiedene Spannungspegel übertragen, verwenden häufig ein Zeit-Multiplex Verfahren. Eine Übertragung ist nur in einer Richtung zur Zeit (Halbduplex-Verfahren) möglich.
