Biegemoment
Ein Biegemoment entsteht, wenn eine Kraft (durch Lasten) auf ein Bauteil (einen Balken oder einen Stab) wirkt. Es ist die Summe der links oder rechts an einem Schnitt durch das Bauteil angreifenden Momente (Drehmomente) aller Kräfte.
Rechnerisch ist ein Moment das Produkt aus Kraft * Hebelarm und hat deshalb die physikalische Einheit Nm (Newtonmeter). Der Hebelarm (eine Länge) steht senkrecht auf der Kraftrichtung. Mechanische Arbeit (=Energie) ist ebenfalls als Kraft mal Weglänge definiert und hat deshalb die gleiche Einheit wie ein Moment, jedoch haben hier Kraft und Weg die gleiche Richtung.
Ein Biegemoment ist bezogen auf eine Biegeachse (die neutrale Faser), die in der Regel die Schwerachse des Querschnitts ist und rechtwinklig zur Lastrichtung steht.
Die daraus resultierenden Kräfte erzeugen auf der einen Seite des Balkens oder Stabes eine Zugspannung und auf der anderen Seite eine Druckspannung. Beide sind Normalspannungen im Gegensatz zu Schubspannungen.
Die Stabachse wird durch ein Biegemoment verkrümmt. Ein Biegemoment versucht einen Stab zu verbiegen, während ein Drehmoment (oder Torsionsmoment) einen Stab auf Torsion beansprucht und zu verdrehen versucht, wie z.B. ein Schraubschlüssel eine Schraube.
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