Bildauflösung

Mit Bildauflösung bezeichnet man gemeinhin die Anzahl der Bildpunkte (Pixel) aus denen das dargestellte Bild besteht, dabei gibt es zwei verschiedene Varianten zur Angabe:

Die zweite Möglichkeit Bildauflösungen anzugeben, hat den Vorteil, dass sie auch das Verhältnis zwischen der Anzahl der Bildpunkte pro Zeile und Spalte angibt, man also eine Vorstellung vom Seitenverhältnis bekommt. Dies funktioniert allerdings nur, wenn die Bildpunkte zeilen- und spaltenweise angeordnet sind. Im Idealfall geht man dann von quadratischen Bildpunkten (es handelt sich eigentlich um Flächen und nicht um Punkte) aus, die dicht an- und übereinander angeordnet sind. Es kann aber auch vorkommen, dass die Bildpunkte unförmig und willkürlich angeordnet sind oder das Bild selbst gar keine Rechteckform besitzt. In diesem Fall ist eine Angabe der Form Breite × Höhe nicht sinnvoll und man begnügt sich mit der Angabe der Gesamtzahl der Bildpunkte wie in der ersten Variante.

Bei beiden genannten Fällen handelt es sich um die sog. absolute Auflösung. Daneben spricht man von der relativen Auflösung, wenn man die Pixelanzahl auf eine Längeneinheit bezieht (z.B. "dots per inch" dpi).

Inhaltsverzeichnis

Beispiel

Das folgende Beispiel eines "Textbildes" von einem Smiley soll zur Verdeutlichung dienen. Es besteht aus 41 × 19 Bildpunkten, die entweder ein "X" als dunkle Fläche oder ein "." als helle Fläche enthalten. Die Bildpunkte sind in diesem Fall aber nicht quadratisch, so dass sich trotz unterschiedlicher Breite und Höhe in der Auflösung ein ungefähr quadratisches Bild ergibt.

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Je weiter man sich vom Bild entfernt, desto weniger fällt die Form der Bildpunkte auf. Ist man jedoch dicht genug am Bild, so fällt diese Form sehr deutlich auf. Bei gleichem Abstand und größerer Auflösung verringert sich dieser Effekt. Andererseits hängt die Stärke dieses Effektes auch von der Stärke des Kontrastes der Farben benachbarter Bildpunkte ab. Den Effekt nennt man Treppcheneffekt. Neben der Erhöhung der Auflösung gibt es noch das Verfahren des Antialiasings um diesen Effekt zu vermindern. Dabei wird das Bild weichgezeichnet, wodurch der Kontrast benachbarter Bildpunkte verringert, das Bild insgesamt aber auch unschärfer wird. thumb|left|400 px|Wikipedialogo in verschiedenen Auflösungen Auf einem Bildanzeigegerät wie zum Beispiel einem Fernseher oder Monitor ist die Anzahl der Bildpunkte fest vorgegeben. Diese kann sich aber von der Auflösung des übertragenen Bildes unterscheiden. Zur möglichst korrekten Darstellung muss das Bild dann auf die Auflösung des Anzeigegerätes skaliert werden, wobei es insbesondere bei der Verkleinerung zu einem Informationsverlust kommen kann. Aber auch bei der Vergrößerung können Informationen verloren gehen. Je nach Art der Skalierung des Bildes unterscheidet sich die Qualität dieses aber auch der Aufwand der Skalierung selbst. Ein Testbild, um die Auflösung eines optischen Gerätes zu bestimmen, ist z.B. der Siemensstern.

Neben der Bildauflösung gibt es noch die Farbauflösung, die angibt, welche Farben ein Bildpunkt annehmen kann. Man kann beide Angaben auch kombinieren. In diesem Zusammenhang spricht man oft auch von interpolierten Auflösungen, wenn die Farbauflösung groß, die Bildauflösung aber gering ist. Man gibt dann eine interpolierte Auflösung an, die zwar geringere Farbauflösung, aber höhere Bildauflösung besitzt. Dieses Verfahren wird häufig bei Scannern angewandt. Siehe hierzu auch Interpolation.

Standards

Computer

Es existieren im IT-Bereich diverse (De-Facto-)Standards für Auflösungen:

Bildauflösungen in der computernahen Technik
Abkürzung Name Auflösung (Pixel) Seiten­verhältnis Pixelzahl
QQVGA Quarter QVGA 160 × 120 4:3 19 200
160 × 160 1:1 25 600
220 × 176 5:4 38 720
1/8 VGA 1/8 VGA 240 × 180 4:3 43 200
CGA Color Graphics Adapter 320 × 200 16:10 64 000
QVGA Quarter VGA 320 × 240 4:3 76 800
480 × 160 3:1 76 800
320 × 320 1:1 102 400
480 × 320 3:2 153 600
640 × 240 8:3 153 600
EGA Enhanced Graphics Adapter 640 × 350 ~ 1,83 224 000
VGA Video Graphics Array 640 × 480 4:3 307 200
WVGA Wide VGA 720 × 400 18:10 (9:5) 288 000
800 × 480 15:9 (5:3) 384 000
848 × 480 < 16:9 407 040
852 × 480 < 16:9 408 960
864 × 480 18:10 (9:5) 414 720
858 × 484 < 16:9 415 272
964 × 544 < 16:9 524 416
SVGA Super VGA 800 × 600 4:3 480 000
832 × 624 4:3 519 168
WSVGA Wide SVGA 1024 × 600 < 16:9 614 400
1072 × 600 > 16:9 643 200
XGA Extended Graphics Array 1024 × 768 4:3 786 432
1152 × 864 4:3 995 328
Apple Macintosh-XGA 1152 × 870 < 4:3 1 002 240
SGI-XGA, Sun-XGA 1152 × 900 > 5:4 1 036 800
HD 1280 × 720 16:9 921 600
WXGA Wide XGA 1280 × 768 15:9 (5:3) 983 040
1280 × 800 16:10 1 024 000
1280 × 854 < 15:10 (3:2) 1 093 120
1360 × 768 < 16:9 1 044 480
1366 × 768 > 16:9 1 049 088
1376 × 768 > 16:9 1 056 768
1400 × 900 ~16:10 (8:5) 1 260 000
1440 × 900 16:10 (8:5) 1 296 000
1280 × 960 4:3 1 228 800
SXGA Super XGA 1280 × 1024 5:4 1 310 720
XGA-2 XGA 2 1360 × 1024 < 4:3 1 392 640
1366 × 1024 > 4:3 1 398 784
WSXGA Wide SXGA 1600 × 900 16:9 1 440 000
1600 × 1024 < 16:10 (25:16) 1 638 400
SXGA+ SXGA Plus 1400 × 1050 4:3 1 470 000
WSXGA+ Wide SXGA+ 1680 × 1050 16:10 1 764 000
UXGA Ultra XGA 1600 × 1200 4:3 1 920 000
WUXGA Wide UXGA 1920 × 1200 16:10 2 304 000
1920 × 1440 4:3 2 764 800
SUXGA Super UXGA 2048 × 1536 4:3 3 145 728
QXGA Quad XGA
2560 × 1600 16:10 (8:5) 4 096 000
QUXGA Quad UXGA 3200 × 2400 4:3 7 680 000
QWUXGA Quad WUXGA 3840 × 2400 16:10 (8:5) 9 216 000
WQUXGA Wide QUXGA
HSXGA Hex SXGA 5120 × 4096 5:4 20 971 520
WHSXGA Wide HSXGA 6400 × 4096 < 16:10 (25:16) 26 214 400
HUXGA Hex UXGA 6400 × 4800 4:3 30 720 000
WHUXGA Wide HUXGA 7680 × 4800 16:10 36 864 000

In der Praxis gibt es bei Desk- und Laptopmonitoren nur die Seitenverhältnisse 5:4 (1,25), 4:3 (1,¯3), 16:10 (1,6) und 16:9 (1,¯7). Bei abweichenden Seitenverhältnissen werden die Pixel gestaucht oder gestreckt, insbesondere wird aus 15:9 meist 16:9. Manche Bezeichnungen wie zum Beispiel WXGA wurden von den Werbeabteilungen so überladen, dass sie inzwischen beinahe nutzlos geworden sind. Quad (Q) steht für eine Vervierfachung der Pixelzahl der Basisauflösung (Verdopplung von Breite und Höhe), Quarter (ebenfalls Q) für eine Viertelung (Halbierung von Breite und Höhe) und Hex (H) für eine Versechzehnfachung (Vervierfachung von Breite und Höhe). Bei den Breitbildauflösungen wird das W manchmal auch mit einem Bindestrich abgetrennt und/oder nach hinten gestellt, z.B.: WXGA, W-XGA, XGAW, XGA-W. Die Auflösungen unterhalb von VGA kommen heute vor allem in Mobiltelefon- und PDA-Anzeigen vor und häufig auch hochkant.

Digitalfotografie

In der Digitalfotografie wird meist nur die gerundete Gesamtzahl der Bildpunkte in Megapixeln (MP) angegeben, was unter anderem darin begründet ist, dass es anfangs fast nur das Seitenverhältnis 4:3 gab. Zunehmend gibt es aber auch das Format 3:2 der klassischen, analogen Fotografie.

Bildauflösungen in der Digitalfotografie
Name Auflösung Verhältnis Pixel
0,3 MP 640 × 480 4:3 307.200
0,9 MP 1134 × 756 3:2 857.304
1 MP 1152 × 864 4:3 995.328
1,3 MP 1280 × 960 4:3 1.228.800
1,4 MP 1440 × 960 3:2 1.382.400
1,5 MP 1504 × 1000 3:2 1.504.000
1,6 MP 1536 × 1024 3:2 1.572.864
2 MP 1600 × 1200 4:3 1.920.000
2 MP 1752 × 1168 3:2 2.046.336
2,1 MP 1720 × 1280 > 4:3 2.201.600
2,8 MP 2032 × 1352 3:2 2.747.264
2048 × 1360 3:2 2.785.280
3 MP 1984 × 1488 4:3 2.952.192
2016 × 1512 4:3 3.048.192
3,3 MP 2048 × 1536 4:3 3.145.728
3,3 MP 2080 × 1560 4:3 3.244.800
2240 × 1448 3:2 3.243.520
3,5 MP 2268 × 1512 3:2 3.429.216
2304 × 1536 3:2 3.538.944
3,8 MP 2400 × 1600 3:2 3.840.000
4 MP 2272 × 1704 4:3 3.871.488
2304 × 1728 4:3 3.981.312
4,3 MP 2544 × 1696 3:2 4.314.624
4,5 MP 2592 × 1728 3:2 4.478.976
5 MP 2560 × 1920 4:3 4.915.200
2576 × 1932 4:3 4.976.832
5 MP 2592 × 1944 4:3 5.038.848
5,6 MP 2720 × 2040 4:3 5.548.800
6 MP 3008 × 2000 3:2 6.016.000
3008 × 2008 3:2 6.040.064
6,1 MP 2848 × 2136 4:3 6.083.328
3024 × 2016 3:2 6.096.384
6,3 MP 2880 × 2160 4:3 6.220.800
3072 × 2048 3:2 6.291.456
6,5 MP 3104 × 2072 3:2 6.431.488
7,1 MP 3072 × 2304 4:3 7.077.888
3264 × 2176 3:2 7.102.464
8 MP 3264 × 2448 4:3 7.990.272
8,2 MP 3504 × 2336 3:2 8.185.344
12 MP 4256 × 2848 3:2 12.121.088
4048 × 3040 4:3 12.305.920
14 MP 4536 × 3024 3:2 13.716.864
16,7 MP 4992 × 3328 3:2 16.613.376

Video

In der folgenden Tabelle finden sich geläufige Formate für digitale Videodaten. Vor allem bei der analogen Fernsehübertragung gibt es oft rechteckige statt quadratische Bildpunkte, bspw. müssen CIF-Bilder um über 8% horizontal gestreckt werden (352 auf 384 Punkte), damit sie verzerrungsfrei dargestellt werden. Theoretisch kann jedes dieser Formate noch ein p (für progressive) oder ein i (für interlaced) tragen. Bei HDTV-Geräten ist die entsprechende Kennzeichnung durchaus üblich, weswegen auch hier darauf verwiesen wird.

Bildauflösungen in der TV- und Videotechnik
Abkürzung Name Auflösung (Pixel) Seiten­verhältnis (physisch)
SQCIF Semi QCIF 128 × 96 4:3
QCIF Quarter CIF 176 × 144 4:3 11:9
SIF Source Input Format 352 × 240 4:3, 16:9 11:7,5
SIF (NTSC) 360 × 240 4:3 3:2
SIF (PAL) 360 × 288 4:3 5:4
CIF Common Intermediate Format 352 × 288 4:3, 16:9 11:9
4CIF 2×2 CIF 704 × 576 4:3 11:9
9CIF 3×3 CIF 1056 × 864 4:3 11:9
16CIF 4×4 CIF 1408 × 1152 4:3 11:9
TV 720 × 576 4:3, 16:9 5:4
PAL Phase Alternating Line
D-1 PAL D-1 PAL 768 × 576 4:3
(PAL) 352 × 576 4:3, 16:9 11:18
(PAL) 480 × 576 4:3, 16:9 5:6
(PAL) 544 × 576 4:3, 16:9 17:18
PAL-Wide PAL Widescreen 1024 × 576 16:9
NTSC National Television Standards Committee 720 × 480 4:3, 16:9 3:2
D-1 NTSC D-1 NTSC 720 × 540 4:3
(NTSC) 352 × 480 4:3, 16:9 11:15
(NTSC) 480 × 480 4:3, 16:9 1:1
(NTSC) 640 × 480 4:3
(NTSC) 544 × 480 4:3, 16:9 17:15
HDTV 720 High Definition Television 720 lines 1280 × 720 16:9
HDTV 1035 HDTV 1035 lines 1920 × 1035 16:9 > 1,855
HDTV 1080 HDTV 1080 lines 1920 × 1080 16:9
HDTV 1152 HDTV 1152 lines 1440 × 1152 5:4
2K 2048 × 1080 > 17:9
2048 × 1536 4:3
DCI 2K Digital Cinema Initiatives 2000 2048 × 1556 < 4:3
3840 × 2160 16:9
4K 4096 × 2160 > 17:9
DCI 4K DCI 4000 4096 × 3112 < 4:3
UHDV Ultra High Definition Video 7680 × 4320 16:9

Siehe auch: VCD, SVCD, DVD, DVB, MPEG

Weblinks

See also: Bildauflösung, Antialiasing, Apple Computer, Bildschirm, CGA