Bildungsreform

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Von einer Bildungsreform spricht man im deutschen Sprachraum dann, wenn mehrere Sektoren des Bildungswesens nach einem übergreifenden Konzept umgestaltet werden.

Einzelne Neuerungen wie die flächendeckende Einführung von Horten, die Vorverlegung des Fremdsprachenunterrichts in die Grundschulen, die Verkürzung der Gymnasialschulzeit, die Umstellung auf Zentralabitur oder den Umbau von Studiengängen im Rahmen des Bologna-Prozesses addieren sich zu keiner Bildungsreform, solange sie nicht aus einem einheitlichen Ansatz heraus begründet werden.

Deshalb gibt es im Bildungswesen eine nahezu permanente Reformdebatte, aber vielleicht nur einmal in einem Menschenalter eine Phase, in der eine breite Mehrheit der Fachleute, der öffentlichen Meinung und der entscheidungsbefugten Politiker einen Konsens über die einzuschlagende Richtung erreichen und eine als solche wahrnehmbare Bildungsreform durchsetzen.

Inhaltsverzeichnis

Humboldt'sche Bildungsreform um 1810

Leider fehlt hier noch ein Abschnitt. Bis dies hier vervollständigt wird, muss erstmal auf die Geschichte der Pädagogik verwiesen werden.

Reformpädagogik um 1900/1930

Bildungsreform um 1968

Siehe unter anderem Georg Picht ("Die deutsche Bildungskatastrophe", 1964), Hartmut von Hentig, ..., Neue Mathematik

Aktuelle Reformdebatte in Deutschland

Aktuell wird die Bildungsreformdebatte bestimmt durch die PISA-Studie und ähnliche Studien, deren Objektivität zweifelhaft ist. Damit ist auch die Vergleichbarkeit der teilnehmenden Länder fraglich.

Die Schlussfolgerungen, die daraus gezogen werden, werden zurzeit von den ökonomischen Bedingungen (Wirtschaftskrise) bestimmt. Für die Bildungsreform sind in der BRD die Bundesländer zuständig. So werden die notwendigen Reformansätze zurzeit dazu benutzt Haushaltslöcher zu stopfen (höhere Anzahl der Schüler pro Klasse, Erhöhung der Arbeitszeit der Lehrkräfte usw.)

Ein zweiter Reformansatz wird durch die Globalisierung eingeleitet. Wenn alle Dienstleistungen innerhalb der EU oder sogar weltweit unbeschränkt verkauft werden können, dann müssen sich auch die Schulen, Universitäten usw. dem Markt öffnen. Ob das dann aber der Bildung des Einzelnen förderlich ist, bleibt fraglich.

Andere Ansätze betonen die Stärkung der einzelnen Schule, die möglichst autonom sein sollte. Diese Ansätze können als Fortsetzung der Reformpädagogik aufgefasst werden.

In jüngster Zeit wird der Gedanke einer kollektiven Konstruktion von Wissen - wie dies im Rahmen der Wikipedia erfolgt - stärker in Schule und Universität fruchtbar gemacht. Der Paradigmenwechsel, der die ganze Gesellschaft erfasst, hält Einzug in das Bildungssystem, indem Lernergruppen ihr Wissen selbst konstruieren. Die Voraussetzung dazu ist, dass der Lehrer/Dozent die Gruppe als "neuronales Netz" konstituiert, wie dies bei der Methode Lernen durch Lehren der Fall ist.

Literatur

Siehe auch

Überblicksseiten: Portal Pädagogik, Geschichte der Pädagogik, Hochschulreform

Weblink


Kategorie: Pädagogik Kategorie:Reform

See also: Bildungsreform, BRD, Bildungswesen, Bologna-Prozess, Dienstleistung, EU, Georg Picht, Geschichte der Pädagogik, Globalisierung