Blackfeet (Algonkin)
thumb|Crowfoot, einstiger Häuptling der Blackfeet Die Blackfeet (Eigenname Siksika: siksinam = schwarz, ka =Kurzform von Fuß) sind ein Indianer-Stamm aus den nordwestlichen Plains, östlich der Rocky Mountains im heutigen Montana und Saskatchewan. Ihre Sprache gehört zur Sprachfamilie der Algonkin. Sie unterteilen sich in drei Unterstämme: die Pikanii, die Kainah und die Siksika. Die Siksika pflegten im Norden des bezeichneten Gebietes zu leben, weiter südlich lebten die Kainah und ganz im Süden die Pikanii.
Geschichte
Mit großer Wahrscheinlichkeit zogen die Blackfeet vom Nordosten in das Gebiet des heutigen US-Bundesstaates Montana. Außer mit den Stämmen der Atsina und den Sarsi lebten die Blackfeet mit allen anderen Nachbarstämmen in Feindschaft. Durch ihre gute Bewaffnung und ihre Anzahl konnten die Blackfeet ihre riesigen Jagdgründe auch gegen US-amerikanische Eindringlinge verteidigen.
Bereits 1855 schlossen die Blackfeet mit den Kutenai, den Atsina, den Flathead, und den Nez Percé einen Friedensvertrag mit den USA. Da jedoch die Regierung der USA die Einhaltung des Vertrages nicht durchsetzen konnte, gab es ab 1864 vereinzelte Übergriffe verbitteter Krieger. 1870 wurde die von der US-Armee mit einem Massaker an einer Gruppe der Pikanii vergolten, bei dem über 170 Blackfeet starben, 75 % davon Frauen und Kinder. Daraufhin wurden die übrigen Blackfeet auf US-Gebiet in eine Indianerreservation im nördlichen Montana umgesiedelt.
An den Kriegen gegen die Weißen waren die Blackfeet nicht beteiligt, doch erlitten sie riesige Verluste durch die Blatternepedemien von 1780 bis 1858. So sank Ihre Zahl von geschätzten 15.000 Menschen im Jahre 1780 bis auf 4635 im Jahre 1909.
1998 sprachen von ca. 15.000 Blackfeet in den USA und Kanada noch etwa 5.800 ihre Muttersprache.
Siehe auch
Liste nordamerikanischer Indianerstämme
