Blasfolie

Unter dem Begriff Blasfolie versteht man Folien aus Kunststoff, welche mit Hilfe eines Blasfolienextruders gefertigt werden. Hierbei wird das Granulat auf eine Temperatur von 170-250°C erhitzt, und danach zu einer Folienblase verarbeitet (in der vertikalen). Die Folienblase wird anschließend abgekühlt und über eine Flachlegung zusammengedrückt. Danach wird sie über das Folienabzugswerk und die Folienleitbahn zum "Wickler" gezogen. Hier wird sie auf Rollen aufgewickelt. Klassische Produkte: Folien für die Verpackungsindustrie, Baufolie oder Folien zum Fertigen von Müllsäcken, Tragetaschen und ähnlichen Produkten. Die gängigsten Rohstoffe sind Polyethylen (PE-LD und PE-HD), Polypropylen (PP), Polyamid (PA). Der Vorteil der Blasfolienextrusion gegenüber der Flachfolienextrusion besteht im wesentlichen in der günstigeren Anlagenbeschaffung (Folie wird etwas günstiger) und der Produktion von Schläuchen, was die Herstellung von Beuteln und Taschen leichter macht. Der Nachteil besteht in der Regel in der etwas schlechteren Qualität (bei Anlagen auf dem neuesten Stand zu vernachlässigen) und der nur beschränkt einstellbaren Kühlzeit der Folien, wodurch zum Beispiel bis jetzt keine hochtransparente Folie hergestellt werden kann (letzte Aussage ist der aktuelle Kenntnisstand des Autors).

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