Spätburgunder
Der Spätburgunder, auch Pinot Noir, Pinot Nero oder Blauburgunder genannt, ist eine Rotwein-Rebe. Er ist die klassische Traube des Burgund von der Côte d'Or, wo seine Ursprünge bis ins 14. Jahrhundert zurück zu verfolgen sind. Der Spätburgunder ist ebenfalls eine wichtige Rebsorte für den Champagner.
Es ist keine unkomplizierte Rebsorte. Im wahrsten Sinne des Wortes dünnhäutig, reagiert sie stark auf Klimaschwankungen (Hitze / Kälte). Ihre dünne Schale verlangt darüber hinaus eine sehr feinfühlige Bearbeitung, da sie sehr schnell reißt oder bricht und damit eventuell zu früh ihren Saft freisetzt. Nur diejenigen, die über beste südseitige Hanglagen mit fruchtbaren, warmen, genügend kalkhaltigen Böden verfügen, sollten an die Auspflanzung dieser Sorte denken. Die Rebe zeigt sich weinbaulich sehr problematisch (Abbauerscheinungen, Viruserkrankungen, empfindlich gegen Chlorose, Fäulnis, etc.).
Aufgrund seiner unbestreitbaren Qualität findet der Spätburgunder wieder zunehmend Beachtung; so nicht nur in seinem Ursprungsland, sondern auch in Übersee (Australien, Neuseeland, Kalifornien, Südafrika unter anderem) oder als fruchtiger Blau- oder Spätburgunder in anderen Teilen Europas. Die Alterung der Pinot-Noir-Weine ist nur schwer vorauszusagen, Spitzenweine sind jedoch zweifellos sehr langlebig.
Der Name Blauburgunder ist vor allem in der Schweiz, in Österreich und Südtirol (Italien) gebräuchlich.
Die Anbaufläche in Deutschland (Stand: 1. März 2004) umfasst 10.635 ha (= 10,3 % der Rebfläche).
Synonyme: Pinot Noir, Pinot Nero, Blauburgunder, Salvagnin, Salvagnin Noir
Abstammung: Schwarzriesling x Traminer
