Blendenzahl
Die Blendenzahl (auch F-Zahl genannt) gibt die Lichtstärke eines Objektives an. Berechnet wird die Blendenzahl κ aus dem Verhältnis des Durchmessers D der wirksamen Öffnung (i.e. des virtuellen Bildes der Blende durch das Objektiv) und der Brennweite f des Objektivs:

Im Allgemeinen entspricht D weitgehend dem tatsächlichen Blendendurchmesser, da die Blende zumeist zwischen oder unmittelbar hinter den Objektivlinsen sitzt. Je kleiner die Blendenzahl ist, desto lichtstärker (im Fachjargon: desto "schneller") ist eine Optik. Umgekehrt bewirkt eine hohe Blendenzahl eine größere Schärfentiefe.
Das Öffnungsverhältnis bei Teleskopen entspricht dem Kehrwert der Blendenzahl, wobei D die freie Öffnung bzw. Eintrittspupille des Teleskops bezeichnet.
In der Mikroskopie verwendet man an Stelle der Blendenzahl die numerische Apertur NA. Beide Größen sind umgekehrt proportional zueinander.
Weblinks
- Informationen zu Belichtung, Blende und Blendenzahl in Tom Striewischs Fotolehrgang
- Die Blendenzahl - nur für Experten aus dem Physik-Web für die 09. Klasse des Rupprecht Gymnasium, München
