Blow-up
Blow-up bezeichnet im Filmbereich den Formatwechsel von einem kleineren Negativformat auf ein größeres. Dieses wird beim Umkopieren des Films mit hochpräzisen optischen Bänken, bestehend aus einem Einzelbildprojektor und einer synchronisierten Einzelbildkamera, realisiert.
Anwendungen
Low-Budget Produktionen können günstigere 16 mm Kameratechnik und günstigeres 16 mm Filmmaterial verwenden. Die Einsparungen liegen je nach Projektart zwischen ca. 5 - 10 %. Dokumentationen machen manchmal handlicheres 16 mm Equipment erforderlich. Anschließend wird der fertige Film auf 35 mm Standardkinoformat vergrößert.
Das Standardformat Breitwand 35 mm (Seitenverhältnis 2.35:1) ist bei der Aufnahme durch eine entsprechende Linse in der Breite auf die Hälfte gestaucht und wird bei der Projektion entsprechend entzerrt (Cinemascope-Verfahren). Bei einem 70mm Blow-up können 35 mm Filme unverzerrt auf 70 mm Material projiziert werden. Die nötige Entzerrung wird dabei qualitätssteigernd auf dem hochwertigeren Instrumentarium des Kopierwerkes vorgenommen.
Bei diesen Blow-ups werden auch alle Schwächen und Fehler des kleineren Filmformates mit vergrößert. Staubkörner, Kratzer, Filmkorn oder Unschärfen werden entsprechend doppelt so groß sichtbar.
Andere Verwendungen des Begriffs
Blow Up ist der Titel eines Spielfilms von Michelangelo Antonioni aus dem Jahr 1966, in dessen Handlung die Vergrößerung von Bildern und Bildausschnitten eine zentrale Rolle spielen.
