Blücher (Schiff)

Nach dem preußischen Generalfeldmarschall Gebhard Leberecht von Blücher wurden folgende Schiffe benannt:

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Panzerkreuzer "Blücher"

thumb|SMS Blücher Der Panzerkreuzer SMS Blücher der kaiserlichen deutschen Marine lief am 11. April 1908 in Kiel auf der Kaiser Wilhelm-Werft vom Stapel. Das Schiff war 161,8 m lang, 24,5 m breit, hatte einen Tiefgang von 8,8 m und eine Wasserverdrängung von 15.800 Tonnen. Drei vierzylindrige Dreifachexpansionsmaschinen mit 32.000 PS beschleunigten es auf eine Geschwindigkeit von maximal 25,8 Knoten. Die Hauptbewaffnung bestand aus zwölf Schnelladekanonen des Kalibers 21 cm in sechs hexagonal angeordneten Zwillingstürmen, acht Schnelladekanonen Kaliber 15 cm, 16 Schnelladekanonen Kaliber 8,8 cm sowie Torpedorohren. Die planmäßige Besatzung umfasste ca. 890 Mann.

Der Bau der Blücher stand im Zusammenhang mit dem Rüstungswettlauf zwischen Deutschland und Großbritannien am Vorabend des Ersten Weltkriegs. Das Schiff wurde auf erste Berichte von einer neuen Klasse britischer Panzerkreuzer hin entworfen. Während alle Welt mit einem weiteren Panzerkreuzertyp rechnete, hatten die Briten insgeheim einen völlig neuen Typ geschaffen, der das gleiche Kaliber - 30,5 cm - führte, wie die Linienschiffe. Auf Vorschlag Lord Fishers sprach man vom "Battle Cruiser" = Schlachtkreuzer. Blücher war als Weiterentwicklung der deutschen Panzerkreuzer dieser "Invincible"-Klasse bei besserem Panzerschutz an Geschwindigkeit und Feuerkraft unterlegen.

Nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs war SMS Blücher unter dem Kommando von Fregattenkapitän Alexander Erdmann zunächst in der Ostsee stationiert und wurde im Januar 1915 dem deutschen Schlachtkreuzergeschwader zugeteilt. Im Gefecht auf der Doggerbank gehörte SMS Blücher zu dem von Vizeadmiral Franz von Hipper geführten Flottenverband, der am Morgen des 24. Januar 1915 von überlegenen britischen Seestreitkräften zum Kampf gestellt wurde. Am Anfang des Gefechts vereinigten die fünf britischen Schlachtkreuzer ihr gesamtes Feuer auf SMS Blücher, die den Schluss des sich zurückziehenden deutschen Verbands bildete. Um 11:30 Uhr erhielt sie einen schweren Treffer, der ihre Geschwindigkeit auf 17 Knoten verringerte und ihr Schicksal besiegelte. Schweren Herzens musste Hipper die Blücher ihrem Schicksal überlassen, da Hilfsversuche lediglich weitere Schiffe der Vernichtung ausgesetzt hätte.

thumb|Untergang der "Blücher" Der deutsche Panzerkreuzer wurde von vier britischen Schlachtkreuzern unter schweres Feuer genommen und schließlich um 13:13 Uhr mit Torpedos versenkt. 792 Besatzungsmitglieder starben, 260 wurden gerettet und kamen in britische Kriegsgefangenschaft. Kapitän Erdmann starb am 15. Februar 1915 an den Folgen einer Lungenentzündung. Die von einem britischen Schiff aus gemachte Aufnahme, die das kenternde Wrack zeigt, aus dem sich die Besatzungsmitglieder zu retten versuchen, ist eine der berühmtesten Kriegsfotografien des Ersten Weltkriegs.

Literatur

Schwerer Kreuzer "Blücher"

Der Schwere Kreuzer Blücher wurde am 15. August 1936 bei den Deutsche Werken, in Kiel, auf Kiel gelegt und am 8. Juni 1937 vom Stapel gelassen. Am 20. September 1939 wurde die Blücher in Dienst gestellt und begann mit Erprobungs- und Ausbildungsfahrten in der Ostsee, die bis zum 30. März andauerten, aufgrund des strengen und langen Winters. Die Blücher erhielt noch vor ihrer Indienststellung den "Atlantiksteven", der das Vorschiff weniger empfindlich gegen überkommendes Wasser bei großer Fahrt machte und außerdem das Schiff eleganter aussehen ließ. Ihre Schwesterschiffe erhielten den neuen Steven erst nachträglich.

Die Blücher hatte eine kurze Laufbahn. Gleich bei ihrem ersten Einsatz wurde sie am 9. April 1940 bei der Invasion Norwegens (Operation Weserübung) von der Küstenbatterie Oskarsborg bei Drobak im Oslofjord versenkt. Nach Artillerietreffern aus 28 cm und 15 cm Kanonen auf kurze Distanz (500-600 m) schwer beschädigt und brennend, wurde die Blücher von 2 Torpedos einer Landtorpedobatterie getroffen und kenterte um 07:32 Uhr, sank anschließend 90 m tief. 830 Marine- und Heeressoldaten des Landungskommandos fanden im kalten Wasser des Oslofjords den Tod. Das Wrack liegt heute noch an der Untergangsstelle, diverse Ankündigungen der Hebungen blieben letztlich ohne Ergebnis.

Technische Daten

Schwesterschiffe

Passagier- und Frachtdampfschiff "Blücher"

Die Blücher wurde 1901 für die Hamburg-Amerika-Linie auf der Werft Blohm und Voss in Hamburg gebaut. Zu Beginn des 1. Weltkrieges wurde das Schiff in Pernambuco (Brasilien) interniert und 1917 beschlagnahmt. Unter dem Namen Leopoldina wurde das Schiff unter brasilianischer Flagge wieder in Fahrt gebracht.

Technische Daten

Schwesterschiff:

Passagier- und Frachtschiff Moltke

Torpedoschulschiff "Blücher"

Die Blücher war ein Segelschiff mit Dampfantrieb der "Moltke"-Klasse und wurde um 1875 als Kadettenschulschiff der deutschen Kaiserlichen Marine gebaut. Es wurde jedoch vor Indienststellung zum Torpedo-Schulschiff umgebaut. Die Masten wurden gekürzt und die Geschütze entfernt. Für die Ausbildung von Mannschaften, Unteroffizieren und Offizieren im Torpedodienst wurden im unteren Deck zahlreiche Torpedoausstoßrohre verschiedener Kaliber eingebaut. Die Blücher war in Kiel stationiert und unternahm Ausbildungsfahrten hauptsächlich in der Kieler Bucht und in der Flensburger Förde.

Technische Daten

Schwesterschiffe

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See also: Blücher (Schiff), 1. Weltkrieg, 11. April, 15. August, 1875, 1901, 1908, 1915, 1917