Blumenkohl

Blumenkohl
none|300px|BlumenkohlBlütenstand des Blumenkohls (Längsschnitt).
Die Blätter sind gekürzt.
Systematik
Klasse: Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige
(Rosopsida)
Unterklasse: Rosenähnliche (Rosidae)
Ordnung: Brassicales
Familie: Kreuzblütengewächse
(Brassicaceae)
Gattung: Kohl (Brassica)
Art: Gemüsekohl (Brassica oleracea)

thumb|right|250px|Blumenkohl Blumenkohl (Brassica oleracea var. botrytis), auch Karfiol, Käsekohl, Blütenkohl, Traubenkohl, Italienischer Kohl oder Brüsseler Kohl genannt, ist eine Zuchtsorte des Gemüsekohls (Brassica oleracea L.) mit fleischigen, in einem Kopf zusammenstehenden Blütensprossen, die als Gemüse gegessen werden. Anders als bei anderen Kohlsorten, bildet sich der Blütenstand bereits im ersten Jahr. Werden die Pflanzen nicht geerntet, kommt es zum sogenannten Schießen, der gestauchte Sproß streckt sich und es werden gelbe Blüten und dann Samen gebildet.

Der Anbau erfolgt auf Feldern und privaten Gärten. Die Ernte im Freiland ist vom Frühjahr bis zum späten Herbst möglich.

Blumenkohl stammt von der in Kleinasien beheimateten Urform Brassica oleracea var. silvestris ab und wird seit dem 18. Jahrhundert in Europa angebaut – zuerst in Italien, kurze Zeit später auch in Frankreich. Heute gehört er in ganz Europa zu den beliebtesten Kohlsorten; einer der wichtigsten Exporteure sind die Niederlande. Die Anbaufläche in Deutschland beträgt etwa 5.500 Hektar.

Die knospigen Blütenstände, die in den Handel kommen, sind in Deutschland in der Regel weiß bis elfenbeinfarben, da sie von Blättern umhüllt oder mit Folien abgedeckt und dadurch vor Licht geschützt waren. Anders als der eng verwandte Broccoli werden sie geernet, bevor die Hüllblätter sich geöffnet haben und die Blüten voll entwickelt sind. Gelbe oder braune Flecken auf dem Blütenstand werden durch Sonneneinstrahlung bei unsachgemäßer Lagerung nach der Ernte verursacht und mindern die Qualität.

Besonders in Italien und Frankreich sind auch violette und grüne Zuchtformen wie der Romanesco verbreitet, deren Blütenstände nicht vollständig von Hüllblättern umschlossen sind und sich während des Wachsttums durch Lichteinwirkung gefärbt haben.

Blumenkohl kann roh oder gekocht gegessen werden. Er ist leicht verdaulich, von typischem, mildem Geschmack und reich an Vitamin C und Mineralstoffen. Zur Zubereitung wird er von den Blättern befreit, der Strunk gekürzt und eingeschnitten und der Kohlkopf im ganzen etwa zwanzig Minuten in Salzwasser gegart. Durch Zugabe von etwas Milch oder Zitronensaft bleibt er weiß. Serviert wird er klassisch mit zerlassener Butter, mit Holländischer Sauce, auf polnische Art mit in Butter geröstetem Paniermehl oder mit Käse überbacken.

Weblinks

See also: Blumenkohl, 18. Jahrhundert, Art (Biologie)