Blut-Hirn-Schranke
Die Blut-Hirn-Schranke, auch Blut-Gehirn-Schranke genannt, ist die Bezeichnung für eine Schutzfunktion des Gehirns: Durch den speziellen Aufbau der Gefäßwand der Blutgefäße (genauer: durch die tight junctions) im Gehirn können fast keine Substanzen (z.B. Giftstoffe, Medikamente) aus dem Blut in das Hirngewebe eindringen. Dies dient dem Schutz des Gehirns vor schädlichen Einflüssen. Die Blut-Hirn-Schranke kann jedoch gestört oder geschädigt werden, z.B. bei Entzündungen, Durchblutungsstörungen etc. Molekülstoffe wie Alkohol, Nikotin, LSD, MDMA, Heroin usw. schaffen es diese Schranke zu überwinden, wobei aber noch nicht geklärt ist, wie ausgerechnet diese Stoffe in das Gehirn gelangen.
"Blut-Hirn-Schranke" ist auch ein unter Narkoseärzten weit verbreitete scherzhafte Bezeichnung für das Tuch, das während einer Operation den Bereich, in dem sich die Chirurgen aufhalten ("Blut") von dem Bereich trennt, in dem sich der Narkosearzt aufhält ("Hirn").
Siehe auch: Kardiovaskuläres System, Operation, Anästhesie
