Blütenformel

Eine einfache, aber sehr aussagekräftige Darstellung des Blütenbaus findet sich in der Blütenformel. Der Blütenbau einer Art, Gattung oder Familie wird dabei durch Symbole dargestellt. Wie bei einem Blütendiagramm lassen sich auch hier neben den tatsächlichen Gegebenheiten auch Deutungen, wie der Ausfall von Organen, sekundären Vermehrungen, etc. darstellen.

Bedeutung der Symbole

  1. P = Perigon
  2. K = Kelch (Calyx)
  3. C = Krone (Corolla)
  4. A = Androeceum (Gesamtheit aller Staubblätter)
  5. G = Gynoeceum (Gesamtheit aller Fruchtblätter oder Stempel)

In der Blütenformel steht neben den obigen Buchstaben eine Zahl, welche die Anzahl der jeweiligen Glieder angibt, wobei quirllige Blüten für jeden Quirl getrennt betrachtet werden. Bei einer unbestimmter Zahl von Gliedern wird ein Unendlichkeitszeichen (∞) verwendet. Verwachsungen werden in Klammern dargestellt, zum Beispiel steht G(3) für drei verwachsene Fruchtblätter. Bei den Fruchtknoten unterscheidet man danach ob diese oberständig oder unterständig sind, was man jeweils durch einen Querstrich über oder unter dem G verdeutlicht. Eine radiäre Blüte (aktinomorph) wird durch einen Stern (*), eine zygomorphe Blüte (nur eine Symmetrieachse) durch einen nach unten gerichteten Pfeil (↓) verdeutlicht.

Zum Beispiel lautet die Formel für

     \star K5 \; oder \; K(5) \; C5 \; A10-5 \; \overline{G(5)} - \overline{(2)}
 
     \downarrow \; K(5) \; [C(5) \; A4] \; G (\mid 2)	   | = Trennung durch zusätzliche Scheidewände
 

See also: Blütenformel, Androeceum, Art (Biologie), Blüte, Familie (Biologie), Fruchtblatt, Gattung (Biologie), Gynoeceum, Kelchblatt, Kronblatt