BMP-2

Der BMP 2 ist ein amphibischer Schützenpanzer aus sowjetischer Produktion.
Die Abkürzung steht für "Bojevaja Maschina Pechoty 2" (Kampfmaschine der Infanterie 2).

Der BMP-2 wurde ab 1982 als Ergänzung und nicht als Ersatz für den BMP 1 in der UdSSR gebaut.

Äußerlich unterscheidet sich der BMP-2 vom BMP-1 vor allem durch seine Bewaffnung. Da die 73-mm-Kanone des BMP-1 gegen moderne Kampfpanzer wirkungslos ist, wurde sie durch eine leichtere, längere und besser schwenkbare 30-mm-Maschinenkanone ersetzt, die im Gegnsatz zum BMP 1 auch gegen Flugzeuge und Hubschrauber eingesetzt werden kann. Die Waffe kann eine maximale Schussfrequenz von 550 pro Minute erreichen, verfügt aber lediglich über einen Vorrat von 500 Schuss. Die höchstmögliche Reichweite liegt bei 4000 Metern, die effektive Kampfentfernung je nach Geschossart zwischen 1500 und 4000 Metern. Daneben ist ein 7.62mm-Maschinengewehr eingbaut. Außerdem wurden auf dem Turm ein AT-5 "Spandrel"- oder AT-4 "Spigot"-Raketenwerfer. Zusätzlich verfügt der BMP-2 über sechs außen angebrachte Rauchgranaten.

Das Fahrzeug ist 6,72 Meter lang, 2,45 Meter hoch und 3,15 Meter breit. Sein Gewicht beträgt 14,3 Tonnen. Auf der Straße erreicht es maximal 65, im Gelände maximal 45 und schwimmend 7 Stundenkilometer.

Durch die Vergrößerung des Turms, der zwei der drei Besatzungsmitglieder aufnimmt, verfügt der Mannschaftsraum im Vergleich zum BMP1 über weniger Dachluken (zwei statt vier) und seitliche Feueröffnungen (sieben statt acht). Außerdem können nur noch sieben Mann aufgesessene Infanterie mitgenommen werden, statt acht.

Verbessert wurden unter anderem die Panzerung (am Turm von 19 auf 33 Millimeter), die Schutzabdeckungen für die Ketten und die Stoßdämpfer, was die Fähigkeit zur Fahrt im Gelände erhöht. Der BMP-2 ist wie sein Vorgänger für Operationen unter ABC-Bedingungen geeignet und wurde in seinen Abmessungen auf den Lufttransport mit sowjetischen Flugzeugen ausgelegt.

Der BMP-2 war und ist in mindestens 20 Ländern im Einsatz, dementsprechend wurden eine Reihe von Varianten und Modifikationen entwickelt, unter anderem Räumschilde, zusätzliche reaktive Panzerung, Aufbauten für westliche Waffensysteme und Wärmesichtsysteme.

Das Nachfolgemodell ist der BMP 3, bei dem es sich jedoch nicht um eine Weiterentwicklung der Serie BMP-1/2 handelt, sondern um eine vollkommen neue Entwicklung.

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