Bobsport

Der Bobsport ist eine Wintersportart, die Ende des 19. Jahrhunderts in der Schweiz von Engländern entwickelt wurde und Teil des olympischen Programms bei den Olympischen Winterspielen ist.

Die Bahn

Die Fahrten im Bobsport finden auf einer (heute meist künstlich angelegten) 1200 bis 1600 m langen vereisten Bobbahn statt.

Die Zahl der Bobbahnen ist weltweit sehr gering. Vier davon sind in Deutschland: Winterberg, Königssee (Olympiabahn 1936), die angeblich schwerste Bahn der Welt in Altenberg (Sachsen) sowie in Oberhof (nur Rennrodel-Bahn).

Fast alle Bobbahnen verfügen heute über Kunsteis. Die einzige Natureis-Bobbahn, auf der Weltcup-Rennen gefahren werden, befindet sich in St. Moritz. Auf dieser wurden 1928 und 1948 die Bobrennen der Olympischen Winterspiele ausgetragen.

Die Schlitten

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Historisches Bobteam aus Davos von ca. 1910

1888 entwickelte in Davos ein Engländer den Bob, indem er zwei Schlitten hintereinander unter einem Brett montierte. Dabei war der vordere Teil über Seile steuerbar. Die daraufhin ausgetragenen Rennen wurden ausschließlich auf natürlichen Rodelbahnen ausgetragen, also auf Waldwegen, die vorwiegend zum Holztransport angelegt waren.

Heute sind die verwendeten Sportschlitten komplett aerodynamisch verschalt und über einen Seilzug sind die vorderen Kufen lenkbar.

Fahrer

Es gibt Wettbewerbe im Zweier- und Viererbob. Zu den erfolgreichsten Fahrern zählen die Deutschen André Lange, Christoph Langen und Wolfgang Hoppe, sowie die Schweizer Erich Schärer und Gustav Weder.


Der Bobsport ist mit dem Rodeln eng verwandt. Er kann als Königsklasse des Schlittensports bezeichnet werden. Die Technik des Sportgeräts spielt hier noch eine größere Rolle als beim Rodeln.

See also: Bobsport, 1888, 19. Jahrhundert, 1910, 1928, 1948, Aerodynamik, Altenberg (Sachsen), André Lange, Bobbahn