Festung Bodens
Bodens Festung (schwedisch Bodens fästning) liegt in der schwedischen Provinz Norrbotten/Verwaltungsprovinz Norrbottens län.
Bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts war Norrland von geringer militärischer Bedeutung. Das unwegsame Gelände und die ungünstigen klimatischen Bedingungen ließen eine Invasion von Norden her unrealistisch erscheinen. Aber mit der verkehrstechnischen Erschließung des Nordens, vor allem durch Eisenbahnen, und den reichen Erzfunden in Lappland änderte sich die Lage.
In den 1890er Jahren schlug der schwedische Generalstab vor, eine Festung zur Verteidigung Norrlands zu bauen. Der norrländische Eisenbahnknotenpunkt Boden erschien als geeigneter Ort aufgrund der geographischen Lage: etwa 150 Kilometer von der russischen Grenze und 30 Kilometer von der Küste entfernt konnte im Hügelland um Boden der Übergang über den Luleälven gesperrt werden.
1901 wurde mit dem Bau der Festung begonnen. In einem 25 Kilometer langen Kreis rund um Boden wurden fünf Forts, Batteriestellungen, Schanzwerke u.a errichtet. Aber schon nach einigen Jahren zeigte sich, dass die veranschlagten Kosten um ein Mehrfaches überschritten wurden und dass man auch zu wenige Kräfte zur Bemannung der Festung hatte.
Die weitere kriegstechnische Entwicklung (Entstehung der Luft- und Panzerwaffe) führten dazu, dass BodensFestung rasch an strategischer Bedeutung verlor. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Teile der Festung nach und nach stillgelegt. Die Batteriestellung Svedjeberget wurde 1989 zu einem Museum umgewandelt und das letzte der fünf großen Forts wurde 1998 aufgegeben.
Der Ort Boden hingegen entwickelte sich zu einem wichtigen militärischen Ausbildungszentrum mit einer Reihe von Verbänden, Stäben und Schulen.
Bodens
