Booster (Raketenantrieb)
Als Booster wird in der Raumfahrttechnik eine Hilfsrakete bezeichnet, die an eine Trägerrakete oder an den Außentank eines Space Shuttle angeschlossen wird. Booster dienen der Erzeugung zusätzlichen Schubs während des Starts. Sind sie ausgebrannt (was bei den meisten Systemen in 40-60 km Flughöhe geschieht), werden sie abgetrennt und landen meist im Ozean. Größere Booster einiger Raketentypen, wie z.B. des Space Shuttles, der Ariane 5 oder der Energija-Rakete können mit Hilfe von Fallschirmen landen, um wieder verwendet oder auf Fehler inspiziert zu werden.
Nach dem benutzten Treibstoff wird zwischen zwei Bauarten unterschieden:
- Festtreibstoff-Booster (engl. solid rocket booster, kurz SRB), wie sie beim Space Shuttle und vielen Raketentypen wie Delta, Atlas V Verwendung finden.
- Flüssigtreibstoff-Booster (engl. liquid rocket booster, kurz LRB), wie sie z.B. bei den Trägerraketen Sojus und Energija benutzt werden.
Bei Raketensystemen kommen häufig (je nach Nutzlast der Rakete) zwei oder vier Booster zum Einsatz um symmetrische Schubverhältnisse zu garantieren. Solche Schubverhältnisse stellen sich auch bei der Kombination drei, sechs und neun Booster ein. Bei der Energija werden sie paarweise gebündelt und die Rakete mit zwei, vier oder acht solcher Booster-Paare versehen, bei der Delta wurden bis zu 9 Booster verwendet. Einige Raketentypen, wie z.B. die Altas V können Booster auch in unsymmetrischen Verhältnissen einsetzen. Dabei führt der Schubvektor solcher Booster durch den Massenmittelpunkt der Rakete.
