Bornholm
| Flagge | |
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| Bild nicht gefunden Flagge von Bornholm | |
| Basisdaten | |
| Verwaltungssitz: | Rønne |
| Fläche: | 588,4 km² |
| Einwohner: | 44.060 (2003) |
| Bevölkerungsdichte: | 74,9 Ew./km² |
| Karte | |
| thumb|Bornholm (liegt in Wirklichkeit viel weiter Südöstlich) | |
Bornholm mit Christiansø ist die östlichste Insel Dänemarks. Diese Ostseeinsel liegt zwischen Schonen und Hinterpommern, etwa 150 km südöstlich von Kopenhagen, aber nur etwa 40 km von der Südostküste Schwedens entfernt.
Siehe auch: Liste dänischer Inseln
| Inhaltsverzeichnis |
Gemeinden und Verwaltung
Das Amt Bornholm hat seit dem 1. Januar 2003 den Status einer kreisfreien Gemeinde und steht somit auf einer Stufe mit Kopenhagen und Frederiksberg. Die früher selbständigen Gemeinden Aakirkeby, Allinge-Gudhjem, Hasle, Nexø, und Rønne sind Gemeindeteile von Bornholm geworden. Diese Gebietsreform war Ergebnis einer Volksabstimmung vom 29. Mai 2001. Verwaltungssitz von Bornholm ist nach wie vor Rønne.
Geschichte
Die ersten Menschen, die sich etwa vor 12.000 Jahren hier niederließen, als es noch eine Verbindung zum Festland gab, waren kleine Gruppen von Jägern und Sammlern. In etwa seit 7000 v. Chr. sind Hausgrundrisse bekannt, um 4000 v. Chr. setzte sich der Ackerbau durch, aus dieser Zeit stammen auch Hünengräber im Süden der Insel. Die meisten Spuren die die Bronzezeit (1700 – 500 v. Chr.) hinterlassen hat sind Grabfunde und zahlreiche Felszeichnungen.
In der Eisenzeit (ca. 500 v. Chr. – 800 n. Chr. zeugen Funde von Luxusgegenständen von intensiven Handelskontakten. Es muss eine ausgeprägte soziale Hierarchie gegeben haben, wahrscheinlich sogar mit einem lokalen König. Charakteristisch für die Zeit waren Fluchtburgen. Die Landwirtschaft entwickelte sich mit den auch heute anzutreffenden Nutztieren und der Struktur der Bauernhöfe weiter.
Die ersten schriftlichen Quellen um 890 berichten von Bornholm als selbständiges Königreich, dass allerdings schon um 961/985 vom dänischen König Harald Blauzahn erobert wurde. Zahlreiche beschriebene Runensteine markieren den Beginn der Schriftlichkeit auf der Insel. Von der Gamleborg aus wurde Bornholm verwaltet, allerdings wurde die Insel schon bald zum Spielball zwischen Staat und Kirche, da der König Svend Grathe 1149 große Teile der Insel den Erzbischof von Lund vermachte. Der dänische Staat verwaltete seinen Inselteil künftig von der Lilleborg aus, die Kirche von der um 1250 errichteten Hammershus. Streitigkeiten zwischen beiden führten 1259 zur Gefangennahme des klerikalen Inselverwalters und im Gegenzug zur blutig verlaufenen Zerstörung der Lilleborg. Die Anfeindungen gingen mit einer Übereinkunft 1362 zu Ende, 1522 endete die kirchliche Herrschaft endgültig.
1525 verpfändete der König die Insel an die Hansestadt Lübeck, um Schulden zu begleichen. Die Bornholmer Bevölkerung hatte unter Steuern, Abgaben und Zwangsarbeit schwer zu leiden. 1535 scheiterte ein Aufstand, die Insel kam aber später wieder als Lehen zu Dänemark und wurde von einen Lehensmann verwaltet. Zwischen 1643 und 1658 wurde die Insel mehrmals im Krieg von Schweden besetzt. Die Bevölkerung setzte der schwedischen Herrschaft 1658 jedoch selbst ein Ende. Bornholm kam, mit zahlreichen Privilegien ausgestattet, endgültig zu Dänemark.
Für Bornholm begann eine lange Friedensperiode. Festung Hammershus wurde unwichtig und schließlich geschlossen, dafür wurden im späten 17. Jahrhundert auf den Ertholmene (Erbseninseln) Festungsanlagen gebaut. Ihren einzigen Einsatz hatten sie beim Bombardement durch die Briten in den Koalitionskriegen 1808. Sie werden allerdings auch heute noch militärisch genutzt, sind zwar frei zugänglich, stehen aber unter Verwaltung des dänischen Verteidigungsministeriums.
Die Wirtschaft der Insel blühte auf, die noch heute typischen Zweige Keramikindustrie, Fischerei und Räucherei entstanden. Landschaftlich erhielt die Insel durch die Anlage des Waldes Almindingen durch den Forstmeister Hans Rømer 1805 sein heutiges Aussehen.
Im April 1940 wurde Bornholm wie ganz Dänemark von deutschen Truppen besetzt. Anders wie das übrige Land, wo sich die Wehrmacht am 4. Mai 1945 ergab, weigerte sich der Inselkommandant gegenüber der Roten Armee zu kapitulieren. Daraufhin wurden Rønne und Nexø bombardiert. Die erheblichen Sachschäden wurden in den Folgejahren auch mit schwedischer Hilfe beseitigt. April 1946 zogen die sowjetischen Truppen ab.
Aufgrund seiner Randlage entwickelte sich Bornholm in den Nachkriegsjahren nur langsam weiter. Seit der Wende profiliert sich die Insel wirtschaftlich als Sprungbrett nach Osteuropa. Nach dem Beschluss einer Volksabstimmung wurden 2003 die bisherigen Gemeinden Aakirkeby, Allinge-Gudhjem, Hasle, Nexø, und Rønne zum Amt Bornholm.
Verkehr
| thumb|Rundkirche Ny Kirke |
| thumb|Westküste Bornholms |
Mit Køge (ca. 30 km südlich von Kopenhagen) besteht Fährverbindung, außerdem gibt es eine Schnellfährverbindung nach Ystad in Schweden, wo Anschluss an einen InterCity über die Öresundbrücke nach Kopenhagen besteht. Ferner bestehen Fährverbindungen mit Mukran (Rügen) und Swinemünde (Swinoujscie, Polen). Nach Kopenhagen existiert eine Fluglinie.
Siehe auch: Dänische Inseln, Bildergalerie
Weblinks
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Koordinate: 55° 5' 40" N, 14° 56' 00" E
