Brahmanen von Boston

Als Brahmanen von Boston (engl. Boston Brahmins) werden die vornehmsten Familien Bostons bezeichnet. Sie führen ihre Abstammung auf die puritanischen Gründer der Kolonie Massachusetts zurück und bilden eine Art Adel Neuenglands. Einige wenige Familien wie die Emersons schafften es auch durch finanziellen Erfolg und strategische Heiraten, zu den First Families of Boston aufzusteigen.

Der Begriff Brahmane bezeichnet in indischen Kastensystem die höchste Kaste. Oliver Wendell Holmes übertrug ihn 1860 in einem Artikel der Zeitschrift Atlantic Monthly auf die neuenglischen "oberen Zehntausend".

Die Brahmanen zeichnen sich bis heute durch einen ausgesprochen vornehmen Dialekt aus, der mehr an das britische als an das US-amerikanische Englisch erinnert. Die Eloquenz der Brahminen rührt auch von ihrer exzellenten Erziehung her; sie besuchen traditionell die Harvard-Universität. Selbst die mindestens ebenso elitäre Yale-Universität galt ihnen lange als zweitklassig. Sie heirateten in den vergangenen Jahrhundert bevorzugt untereinander, so dass viele vornehme Bostoner sich als Angehörige gleich mehrerer Clans bezeichnen können.

Als eigentliche Brahmanen von Boston gelten die Angehörigen folgender Familien, hier angeführt mit einigen ihrer herausragenden Sprösslinge:

Literatur

Weblinks

See also: Brahmanen von Boston, 1860, Abbott Lawrence Lowell, Adams, Amerikanisches Englisch, Amy Lowell, Boston, Brahmane, Cabot, Cushing