Brandbombe
Als Brandbomben bezeichnet man Bomben, die vor allem einen Brand auslösen sollen. Dies kann auf zweierlei Art geschehen:
- Das Brandmittel brennt mit extrem hohen Temperaturen an der Aufschlagstelle ab.
- Das Brandmittel wird über eine möglichst große Fläche verteilt, indem die Bombe zum Beispiel beim Aufschlag zerplatzt.
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Einsatz und Wirkung
Vor dem Einsatz der Brandbombe werden im allgemeinen Sprengbomben und Luftminen abgeworfen, die erstens die Dächer der Häuser abheben und zweitens die Straßen für die Feuerwehr unpassierbar machen sollen. Brandbomben, die flächendeckend abgeworfen werden, können ein Flammeninferno auslösen, das auch Feuersturm genannt wird. Die Großbrände wüten mit so hohen Temperaturen, dass sie kaum noch Raum zum Überleben lassen. Durch den hohen Sauerstoffbedarf ziehen diese Brände die gesamte Luft aus den Straßen und Kellern, so dass neben den durch das Feuer Getöteten auch viele Opfer ersticken.
Hierbei darf nicht vergessen werden, auf welche grausame Weise diese Menschen den Tod finden, so dass der Einsatz von Brandbomben stark umstritten ist.
Geschichte
Die ersten Brandbomben wurden von der deutschen Luftwaffe 1915 über England abgeworfen.
Im Bombenkrieg des Zweiten Weltkriegs wurden Brandbomben durch die amerikanische und englische Luftwaffe gezielt zur großflächigen Zerstörung deutscher und italienischer Städte eingesetzt. Neben kleineren Stabbrandbomben, die mit festen Brandmitteln gefüllt sind, gibt es ebenso größere Brandbomben, die Flüssigkeiten als Brandmittel enthalten.
Form und Brandmittel
Es kann zwischen Stabbrandbomben mit geringen Gewichten von mehreren Kilogramm (meist auf Magnesiumbasis) und großen Brandbomben mit bis zu mehreren hundert Kilogramm, die meist Flüssigkeiten als Brandmittel enthalten, unterschieden werden.
Brandbomben werden mit verschiedenen Brandmitteln gefüllt:
- Weißer Phosphor (entzündet sich am Sauerstoff der Luft und lässt sich auch nicht mit Wasser löschen)
- Zirkonium/Uran/Magnesium/Aluminium
- Thermit (Eisenoxidpulver und Aluminiumpulver)
- Napalm (Polystyrol-Verdicker, Benzol, Benzin)
Im Zweiten Weltkrieg wurden auch so genannte Phosphorkanister als Brandbeschleuniger eingesetzt, die ein Gemisch aus Leichtbenzin, flüssigem Rohkautschuk enthielten, dem ein kleiner Anteil Phosphorlösung zugesetzt war. Dieses Gemisch verhielt sich ähnlich wie reiner Weißer Phospor. Das Gemisch kann als Vorläufer des Napalms betrachtet werden.
Siehe auch
- Bombe für eine allgemeine Definition
- Bombardement
- Luftkrieg
- Sprengbombe
Kategorie:Explosionswaffe
