Brandleitetunnel

thumb|170px|Bahnhof Oberhof um 1897
thumb|170px|Brandleitetunnel, Oberhofer Seite, Frühjahr 2004

Der Brandleitetunnel ist die zweispurige und heute teils modernisierte Bahnverbindung zwischen den Bahnhöfen Oberhof (Streckenkilometer 40,06) und Gehlberg (Streckenkilometer 35,58), der ehemaligen Hauptstrecke Erfurt-Schweinfurt, im Herzen Thüringens. Der erste Spatenstich war am 28. Mai 1881 auf Oberhofer Seite. Es folgte eine Bauzeit von knapp drei Jahren bis zum 19. März 1884. Am Bau waren etwa 1.500 Arbeiter beteiligt, von denen offiziell fünf durch Unfälle ihr Leben verloren. Für den Tunnelbau war die Belgische Bauweise gewählt worden. Hierbei wurde zunächst ein Richtstollen im Sprengvortrieb mit Bohrmaschinen angelegt, nach einer Ausweitung das Scheitelgewölbe gemauert und nach dessen Unterfangung schrittweise das gesamte Gewölbe bei gleichzeitigem weiteren Ausbruch fertiggestellt. Insbesondere ein sehr starker Wasserandrang machte den Vortrieb schwierig.

Am 1. August 1884 wurde die Strecke für den Zugverkehr freigegeben. Der Brandleitetunnel war der längste Bahntunnel der DDR. Um der Neigetechnik der Züge gerecht zu werden, wird der Tunnel gegenwärtig (2004) saniert und das Gleisbett innerhalb des Brandleitetunnels durch eine feste Fahrbahn mit Betonschwellen in Asphalt ersetzt. Aufgrund technischer Probleme bei der Sanierung verzögerte sich die Wiedereröffnung mehrfach um zuletzt 7 Monate von Dezember 2004 auf Juli 2005.

Den Brandleitetunnel kreuzt den Rennsteigtunnel mit 6 bis 7 Metern Abstand nach oben.

Geschichte und Daten im Überblick

See also: Brandleitetunnel, 1881, 1883, 1884, 19. März, 28. Mai, 7. Februar, DDR, Erfurt, Feste Fahrbahn