Brenztraubensäure

Strukturformel
Bild:Brenztraubensaeure.png
Allgemeines
Name Brenztraubensäure
Summenformel CH3COCOOH
Andere Namen 2-Oxopropansäure, 2-Oxo-propionsäure
CAS-Nummer 127-17-3
Sicherheitshinweise
60px
R- und S-Sätze R: 34
S: 26-36/37/39-45
Handhabung Handschuhe tragen
Lagerung Kühl lagern
MAK-Wert  
Physikalische Eigenschaften
Aggregatzustand flüssig
Farbe farblos
Dichte 1,265 g/cm3
Molmasse 88,06 g/mol
Schmelzpunkt 12 °C
Siedepunkt 165 °C
Dampfdruck  
Löslichkeit  

SI-Einheiten wurden, wo möglich, verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, wurden Normbedingungen benutzt.

Als Brenztraubensäure (auch Acetylameisensäure, chemische Formel: CH3-CO-COOH) bezeichnet man die einfachste Ketosäure. Brenztraubensäure (CH3COCO2H) ist eine Alphaketocarbonsäure und ihre Salze nennt man Pyruvate.

Eigenschaften

Der Flammpunkt liegt bei 82 °C.

Funktion

Brenztraubensäure spielt in der Form ihrer Salze eine wichtige Rolle im aeroben und anaeroben Stoffwechsel der Kohlenhydrate:

Sie entsteht z.B. im Cytoplasma einer Zelle, wenn Glucose im Rahmen der Glycolyse zweifach phosphoryliert und über GAP und Phosphoenolpyruvat zu Brenztraubensäure abgebaut wird. Hierbei gewinnt die Zelle pro Mol Glucose neben 2 Mol Brenztraubensäure noch 2 Mol ATP und 2 Mol NADH+H+.

Brenztraubensäure ist eine energiereiche Verbindung und kann im Citratzyklus (auch Zitratzyklus, Tricarbonsäurezyklus oder Krebs-Zyklus genannt) weiter abgebaut werden. Aus den bei der Glycolyse (aus einem Mol Glucose) gewonnenen 2 Mol Brenztraubensäure entstehen in den Mitochondrien der Zelle dabei 6 Mol CO2, 8 Mol NADH+H+, 2 Mol FADH2 und 2 Mol ATP.

Unter anaeroben Bedingungen kann Sie aber auch zu Milchsäure oder Ethanol verstoffwechselt werden (s. Gärung).

Das Stoffwechselprodukt Brenztraubensäure wird bei Zellschädigungen zum Beispiel toxischer, hypoxischer oder hypovitaminotischer Art in Serum und Harn konzentriert; gleichermaßen erfolgt eine Glykogenverarmung in Leber und Muskulatur.

Nachweis

Der analytische Nachweis kann mit Phenylhydrazin, α- oder β-Naphtol oder 2,4-Dinitrophenylhydrazin, der quantitativ enzymatische mit LDH durchgeführt werden. Wie die meisten Metaboliten zählt das Produkt als Phenyl-B. zu den harnpflichtigen Stoffen.

Siehe auch: Citratzyklus, Glykogen

See also: Brenztraubensäure, Adenosintriphosphat, Aerob, Aggregatzustand, Anaerob, CAS-Nummer, Citratzyklus, Cytoplasma, Dampfdruck, Dichte