Brigade

  1. Eine Brigade (bestehend aus 1.400 - 4.200 Soldaten) ist der kleinste, aus mehreren Truppengattungen organisch zusammengesetzter Großverband. Die Brigaden der Kampftruppe führen das Gefecht der verbundenen Waffen (Bsp.: Deutsch-französische Brigade).
    Das taktische Zeichen ist ein Kreuz. Kommandeur ist meist ein Einsterne-General (Brigadegeneral, in der Schweiz: Brigadier), teilweise auch ein Oberst.
    Die übergeordnete Einheit einer Brigade ist die Division, die untergeordnete Einheit das Bataillon. ,
  2. In Frankreich wird darüber hinaus eine Unterabteilung der Kompanie als Brigade bezeichnet, jedoch nur in den beritteten Regimentern (Kavallerie, Panzer) und in der Gendarmerie Nationale. Die Brigade umfasst dann 5 bis 10 Mann und wird von einem Brigadier (Unteroffizier) geführt.
  3. In der DDR Bezeichnung für Arbeitskräfte in einer Wirtschaftseinheit, die eine Aufgabe im Produktionsprozeß ausführten. Es gab diese in Betrieben, in LPG oder in PGH. Der Wettbewerb zwischen ihnen wurde durch das jeweilige Kombinat, in denen mehrere Betriebe vereint waren, geführt. Der Leiter einer Brigade hieß Brigadier. Jede Brigade führte im Allgemeinen ein Brigadebuch. Für abgerechnete Leistungen wurden Prämien gezahlt, die regelmäßig für Brigadeausflüge genutzt wurden.

See also: Brigade, Bataillon, Brigadegeneral, Deutsch-französische Brigade, Deutsche Demokratische Republik, Division (Militär), Gefecht, Kavallerie, Kombinat, Kommandeur