Brügge
| left|25px|Begriffsklärung | Dieser Artikel befasst sich mit der Stadt Brügge. Weiteres siehe: Brügge (Begriffsklärung). |
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Geschichte
[[Bild:Brugge.jpg|right|thumb|right|Brücke über eine ]] thumb|Liebfrauenkirche Der Name Brügge geht auf das normannische Wort bryggia zurück und bedeutet „Landungsstelle“ oder „Anlegekai“. Die Bezeichnung geht auf eine Siedlung und eine Burg zurück, die von Balduin Eisenarm, erster aus dem Geschlecht der Grafen von Flandern, um das Jahr 892 gegründet wurde. In dieser Zeit hatte Brügge durch die Meeresbucht Zwin direkten Zugang zur Nordsee. Durch diese Lage wurde der Ort im 11. Jahrhundert zu einem blühenden internationalen Handelszentrum und Standort eines Kontors der Hanse. Das Stadtrecht erhielt Brügge im Jahre 1128. Neben der Herstellung von hochwertigem Tuch entstand in Brügge im Haus der Kaufmannsfamilie Van der Beurse das erste „Börsengebäude“; die Bezeichnung Börse geht auf diesen Familiennamen zurück.
Im 15. Jahrhundert wurde Brügge von burgundischen Herzögen regiert, die die Stadt kulturell, architektonisch und wirtschaftlich zu hoher Blüte brachten. Gegen Ende des Mittelalters war Brügge die reichste Stadt Nordeuropas. Zum Ende des 15. Jahrhunderts versandete der Zwin und schnitt der Stadt damit den direkten Zugang zum Meer ab, woraufhin sich auch der burgundische Hof aus der Stadt zurückzog. Kaiser Maximilian I. beschränkte die Rechte der Stadt, die führende Position der Stadt in Flandern wurde an Antwerpen abgegeben. Die Stadt verarmte; als sie 1524 bis 1713 unter spanische Herrschaft kam, trugen die Hugenottenkriege weiter zum Verfall bei. In der Stadt herrschte über Jahrhunderte Stillstand; nacheinander herrschten Österreich (1713 bis 1795), Frankreich (1795 bis 1815) und die Niederlande (bis 1830) über Brügge. Die Stadt verarmte und hatte auch praktisch keinen Anteil an der im 19. Jahrhundert aufkommenden Industrialisierung. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts erhielt Brügge einige Aufmerksamkeit als Kulturstadt, als der Schriftsteller Georges Rodenbach die Stadt in seinem Roman Bruges la Morte beschrieb. Als 1907 ein Anschluss an den Seehafen Zeebrugge geschaffen wurde, erhielt Brügge neue wirtschaftliche Perspektiven. Heute profitiert Brügge durch den jahrhundertelangen Stillstand, da der mittelalterliche Stadtkern unverbaut erhalten geblieben ist und die Grundlage für den Tourismus bildet.
Verkehr
Mit Gent, Ostende und Sluis ist es über Kanäle verbunden, mit dem 12 km langen, für Seeschiffe befahrbaren "Brügger Seekanal" mit dem Hafen Zeebrugge an der Nordsee. In Brügge besteht Containerumschlag, außerdem ist Zeebrugge ein wichtiger Hafen für die Fischerei. Brügge liegt an der Bahnlinie Brüssel-Ostende. Von hier erreicht man mit der Bahn auch die Seebäder an der Nordsee. Brügge liegt an der Autobahn E40 Brüssel-Ostende.
Tourismus
Brügge ist aus mehreren Gründen ein touristischer Volltreffer. Die Wasserwege, die reiche Geschichte, die archäologischen Funde, aber auch die Einkaufsstraßen locken täglich viele Menschen in die historische Innenstadt, welche nie durch Kriege oder großflächige Brände zerstört wurde.
Sehenswürdigkeiten
Die Altstadt, die durch Wallanlagen und Kanäle umgeben ist, beeindruckt durch ihre gute Erhaltung. Ausser einem Spaziergang durch die gepflasterten Straßen kann man auch eine Bootstour durch die Altstadt unternehmen.
Die Kanäle in der Stadt nennen die Einheimischen Reeien (in den Niederlanden: Grachten). Sie dienten dem Warentransport, heute den Touristen.
Besonders heben sich folgende Orte heraus:
- Kathedrale
- Liebfrauenkirche
- Beginenhof
- Tuchhallen und Belfried
- Rathaus
- Justizpalast
- Johanneshospital
- Marktplatz
- Ausflug nach Damme
- Heiligblutkapelle
Stadtteile
- Assebroek
- Dudzele
- Koolkerke
- Lissewege
- Sint-Andries
- Sint-Jozef
- Sint-Kruis
- Sint-Michiels
- Sint-Pieters
- Zeebrugge
- Zwankendamme
Weblinks
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