Budō
[[Bild:Take.png|thumb|Kalligraphie Bu: japanisches Kanji Bu]]
thumb|Kalligraphie Dō: japanisches Kanji Dō
Budō (jap. 武道, dt. Militär-Weg, Kriegskunst) ist der Oberbegriff für alle traditionellen japanischen Kampfkünste, die – im Gegensatz zu Bujutsu – außer der Kampftechnik noch eine „innere” Lehre oder auch Philosophie beinhalten.
Das sino-japanische Kanji Bu (武) entspricht dem alt-japanischen Takeshi und bedeutet Militär oder kriegerisch; das Kanji Dō (道) hat die Semantik des Wortes "Weg".
Während Bujutsu der Oberbegriff der reinen Kampftechniklehre ist, die die Effizienz nach außen als Priorität hat, ist das Budō eine auf das Innere des Übenden abzielende Tätigkeit. Wie in vielen japanischen Künsten liegt im Budō der Sinn eher im „Tun” als im Ergebnis; es ist ein Prozess, dessen Ergebnis offen und oft auch nebensächlich ist.
Ähnlich wie in Europa bei der Entwicklung von den Ritter- zu den Esoterik-Orden wurde auch in Asien erkannt, dass dieselben Strategien, die im Kampf gegen äußere (sichtbare) Feinde erfolgreich sind, sich auch zum Kampf gegen innere (unsichtbare) Feinde eignen. Die Begriffe „Budō” und „Bushidō” (Weg des Kriegers) haben deshalb auch noch eine übertragene Bedeutung: als Methode zur Selbstverwirklichung und Selbstkontrolle.
