Bundesgesundheitsamt
Das Bundesgesundheitsamt (BGA) wurde 1952 als Nachfolgeorganisation des Reichsgesundheitsamts gegründet und war die zentrale staatliche Forschungseinrichtung der BRD auf dem Gebiet der öffentlichen Gesundheit mit Sitz in Berlin. Es hatte den Auftrag, Risiken für die Gesundheit von Mensch und Tier früh zu erkennen, diese zu bewerten und im Rahmen seiner gesetzlichen Kompetenzen einzudämmen.
Es wurde 1994 im Rahmen einer Umstrukturierung aufgelöst.
Arbeitsgebiete
Das Amt war in eine Zentralabteilung sieben untergeordnete wissenschaftliche Institute gegliedert:
- Robert Koch Institut - zuständig für Infektionskrankheiten
- Max von Pettenkofer-Institut - zuständig für Verbraucherschutz, Zulassung von Pflanzenschutzmitteln, Bewertungsstelle nach dem Chemikaliengesetz
- Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie - zuständig für Entwicklung und Anwendung von Methoden der Gesundheitsstatistik
- Institut für Strahlenhygiene - zuständig für die Erforschung der Wirkung von Radioaktivität auf Mensch und Umwelt
- Institut für Veterinärmedizin - zuständig für Hygiene tierischer Lebensmittel, Tierkrankheiten und Rückstandsforschung
- Institut für Arzneimittel - (zuständig für Arzneimittelzulassungen,-registrierungen und -wirkungen)
- Institut für Wasser-, Boden- und Lufthygiene - zuständig für wissenschaftliche und gesetzvorbereitende Arbeiten beim Wasser- und Bodenschutz (Bodenbelastung), Abwasser, der Luftreinhaltung und Luftverschmutzung. Zudem - produktabhängig - für den Verbraucherschutz.
Auflösung und Neuordnung
Aus der Auflösung des Bundesgesundheitsamts 1994 gingen drei eigenständige Einrichtungen hervor, die direkt dem Bundesgesundheitsministerium unterstellt wurden:
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).
- Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BfVV).
- Robert-Koch-Institut (RKI)
Das Institut für Wasser-, Boden- und Lufthygiene dagegen wurde dem Umweltbundesamt unterstellt.
Weblinks
- Informationen zur Auflösung des BGA
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
- Bundesinstitut für Verbraucherschutz und Veterinärmedizin
- Robert Koch Institut
- U.S. Food and Drug Administration
