Bundeszentrale für politische Bildung
Die Bundeszentrale für politische Bildung (abgekürzt bpb, seltener BpB) ist eine in Bonn ansässige, dem Bundesministerium des Innern unterstellte Institution, die 1963 aus der 1952 gegründeten Bundeszentrale für Heimatdienst hervorgegangen ist.
Ihr Auftrag ist es, alle interessierten Bürgerinnen und Bürger dabei zu unterstützen, sich mit Politik zu befassen. Sie soll Verständnis für politische Sachverhalte fördern, das demokratische Bewusstsein festigen und die Bereitschaft zur politischen Mitarbeit stärken. Seine Aufgaben für das 21. Jahrhundert, und die Aufgaben der Landeszentralen für politische Bildung, wurden 1997 im Münchner Manifest festgehalten.
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Schwerpunkte der Arbeit
Um diesen Aufgaben nachzukommen, arbeitet sie mit drei Schwerpunkten:
- Publikationen
- Eigene Seminare
- Förderung der Seminare anerkannter Bildungsträger
Publikationen
Zwei der bekanntesten regelmäßig erscheinenden Publikationen der bpb sind die Informationen zur politischen Bildung und die Wochenzeitschrift Das Parlament mit der Beilage Aus Politik und Zeitgeschichte.
Die Informationen zur politischen Bildung widmen sich in jeder Ausgabe einem thematischen Schwerpunkt (z.B. Föderalismus, Europäischen Union, Israel). Dieser wird durch mit der Materie vertraute Wissenschaftler allgemeinverständlich aufgearbeitet. Die Zeitschrift ist kostenlos zu beziehen.
Die Wochenzeitschrift Das Parlament dient zunächst der Dokumentation aktueller Debatten im Bundestag sowie im Bundesrat. Die reine Dokumentation der Reden ist inzwischen zugunsten der Berichterstattung in den Hintergrund getreten. In der sitzungsfreien Zeit erscheinen Ausgaben mit Themenschwerpunkten. In der Beilage Aus Politik und Zeitgeschichte erscheinen vier bis sechs fachwissenschaftliche Aufsätze zu einem Thema. Damit bietet die Bundeszentrale insbesondere der Politikwissenschaft und der Soziologie ein Forum zur Verbreitung neuester Forschungserkenntnisse. Die Zeitung mit Beilage wird gegen geringe Abonnementsgebühren vertrieben.
Mit der Schriftenreihe bietet die Bundeszentrale schließlich Monographien und Sammelbände zu politikwissenschaftlichen, zeitgeschichtlichen, soziologischen und ökonomischen Themen an. Diese werden gegen eine geringe Pauschale (z.Zt. 2€) abgegeben.
Das Themenfeld der bpb reicht dabei von historischen Informationsheften über die sozialen Probleme der Industrialisierung im 19. Jahrhundert bis hin zu aktuellen Publikationen zu Themen wie der Internetkultur, Islam, Globalisierung und Freie Software. Der größte Teil der bereitgestellten Informationen kann auch im WWW abgerufen werden.
Eigene Seminare
Mit ihren Seminaren und Studienfahrten wendet sich die Bundeszentrale besonders an Multiplikatoren der Politischen Bildung.
Förderung anerkannter Bildungsträger
Um Politische Bildung flächendeckend und kostengünstig in der ganzen Bundesrepublik Deutschland zu gewährleisten, fördert die Bundeszentrale Veranstaltungen von mehr als 300 anerkannten Bildungseinrichtungen, Stiftungen und regierungsunabhängigen Organisationen. Dabei erhalten die Einrichtungen für jeden Teilnehmer einer förderfähigen Maßnahme einen Pro-Kopf-Zuschuss, der unmittelbar zur Senkung der Seminargebühr zu verwenden ist.
Von der Förderung ausgeschlossen sind u.a. Maßnahmen, an denen nur Mitglieder einer einzelnen Partei teilnehmen.
Prägende Persönlichkeiten der BpB
- Hans Ritter von Lex
- Jürgen Hahn-Butry
- Paul Franken
- Eberhard Taubert
- Günter Reichert
- Thomas Krüger
- Hans-Helmuth Knütter
Literatur
- Benedikt Widmaier: Die Bundeszentrale für politische Bildung. Ein Beitrag zur Geschichte staatlicher politischer Bildung in der Bundesrepublik Deutschland, ISBN 3820411224
Weblinks
- http://www.bpb.de/ - Bundeszentrale für politische Bildung
Kategorie:Pädagogik
kategorie:Behörde (Deutschland)
Kategorie:Bundesbehörde in Bonn
