Bündnis 90
Das Bündnis 90 war ein Zusammenschluss ehemaliger DDR-Bürgerrechtler nach dem Sturz des DDR-Regimes (1989). Es ging aus dem Neuen Forum, der Initiative Frieden und Menschenrechte und Demokratie jetzt hervor.
Bei den Volkskammerwahlen der DDR am 18. März 1990 konnte das Bündnis 2,9 % der Stimmen, und somit 12 Mandate, für sich beanspruchen. Mit 8 Abgeordneten der Grünen Partei der DDR bildeten sie zusammen die Fraktion Bündnis 90/Grüne. Bei den 12. Bundestagswahlen am 2. Dezember 1990, den ersten im wiedervereinigten Deutschland, stimmten 6,1% der ostdeutschen Wähler für die Listenvereinigung "Bündnis 90/Grüne". Ihr westdeutscher Partner, Die Grünen, verfehlte den Einzug ins Parlament.
Im Mai 1993 erfolgte dann der Zusammenschluss mit der West-Partei Die Grünen zur Partei Bündnis 90/Die Grünen.
Siehe auch: Politische Parteien in Deutschland
