Burg Ziesar
Die Burg Ziesar ist einer der wenigen erhaltenen Bischofsresidenzen in Brandenburg und liegt in der gleichnamigen Stadt Ziesar.
Erstmalig erwähnt wurde sie in der Stiftungsurkunde des Bistums Brandenburg (948) als „civitas ezeri“. Damals erhielt sie der Bischof von Brandenburg als Grundbesitz. Nach dem Slawenaufstand von 983 ging die Feste verloren, erst seit der Mitte des 12. Jahrhunderts befand sie sich wieder im Besitz der Bischöfe. 1214 ist ein Bischof wieder auf der Burg nachweisbar. Ab der Mitte des 14. Jahrhunderts wurde die Burg bischöfliche Residenz. Den bis heute bedeutendsten Umbau der Burg führte allerdings erst Bischof Dietrich von Stechow (1459 – 1472) durch. In seiner Herrschaftszeit entstand die Burgkapelle, ferner wurden die Wohngebäude zu schloßartigen Bauwerken umgebaut.
Nach der Reformation wurde die Burg zum Witwensitz der kurfürstlichen Familie sowie Sitz eines kurfürstlichen Amtes. 1819 wurde das Gebäude an private Besitzer verkauft. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden Flüchtlinge auf der Burg untergebracht, von 1955 bis 1993 ein Schulinternat.
Nach fünfjährigen Sanierungsarbeiten, die rund 5,2 Millionen Euro kosteten, beherbergt die Burg seit dem 14. Mai 2005 das Museum für brandenburgische Kirchen- und Kulturgeschichte des Mittelalters. Es thematisiert die geschichtlichen Zusammenhänge von Christianisierung und Herrschaftsbildung beziehungsweise Landesgründung im Mittelalter thematisiert.
Siehe auch: Liste der Burgen und Schlösser
Weblinks
Koordinate: 52°16'00 N 12°17'00 O
Ziesar, Burg
