Call-Option

thumb|payoff eines Calls minus dessen PreisEine Call-Option (dt. Kaufoption) ist eine Option, bei welcher der Käufer das Recht, aber nicht die Pflicht hat, innerhalb eines bestimmen Zeitraums (amerikanische Optionen) oder an einem bestimmten Zeitpunkt (europäische Optionen) ein bestimmtes Underlying zu einem im Voraus festgelegten Preis (Ausübungspreis, Strike-Preis) zu kaufen. Er wird sein Recht nur dann ausüben, wenn der Preis des Underlyings über dem Ausübungspreis liegt.

Der Verkäufer der Call-Option ist zur Lieferung des Underlyings verpflichtet, für diese Verpflichtung erhält er die Optionsprämie vom Käufer der Option.

thumb|300px|Auszahlungsdiagramm zur Long-call-Position

Inhaltsverzeichnis

Long-call-Position

Der Käufer einer Call-Option ist in der so genannten Long-call-Position.

Er bezahlt eine Optionsprämie (roter Abschnitt im Diagramm). Diese Optionsprämie läßt sich eindeutig berechnen.

Ist der Wert des Underlying über dem Ausübungspreis, so liegt die Option im Geld. Für eine Option, die im Geld liegt, gilt: Wenn sich der Wert des Underlying um eine Einheit erhöht, so erhöht sich auch der Optionswert um eine Einheit.

Am Tag der Ausübung hat die Option einen Wert, wenn das Underlying über dem Ausübungspreis liegt. Für den Inhaber des Call war das Geschäft aber nur für den Fall ein Gewinn, wenn das Underlying so weit über dem Ausübungspreis liegt, dass auch die Optionsprämie kompensiert wird, d.h. die grüne Linie im nebenstehenden Diagramm in der Gewinnzone liegt.

Ist am Tag der Ausübung der Option der Wert des Underlying unter dem Ausübungspreis, so ist für den Käufer die gesamte Prämie verloren. Da theoretisch der Wert des Underlyings ins Unendliche wachsen kann, ist auch die Gewinnchance des Underlying theoretisch unendlich.

So ist der Verlust des Käufers einer Call-Option auf die höhe der Prämie beschränkt, sein Gewinn kann jedoch theoretisch unendlich hoch sein.

thumb|300px|Auszahlungsdiagramm zur Short-call-Position

Short-call-Position

Der Verkäufer einer Call-Option ist in der sogenannten Short-call-Position.

Sein Gewinn/Verlust ist genau die Kehrseite der Long-call-Position: Die Optionsprämie kassiert der Verkäufer der Option in jedem Fall. Mehr als den Gewinn der Optionsprämie kann der Verkäufer aber nicht lukrieren.

Jedoch kann er einen theoretisch unendlichen Verlust einfahren, wenn das Underlying einen unendlich hohen Wert erreicht, er sich aber zum Verkauf zum Ausübungspreis verpflichtet hat.

Optionen werden im Gegensatz zu Optionsscheinen (auch als Warrants bezeichnet) nur von Optionenbörsen begeben bzw. dort gehandelt.

Finanzinstrumente mit Calls

Siehe auch

See also: Call-Option, Bear spread, Bull spread, Butterfly, Covered Call, Option (Wirtschaft), Put-Option, Straddle (Wirtschaft), Underlying, Warrant