Calvinismus

Der Calvinismus (fälschlicherweise auch Kalvinismus) ist eine theologische Bewegung, die auf der Reformation und insbesondere den Lehren von Johannes Calvin beruht.

Inhaltsverzeichnis

Lehre

Das Grundmotiv der Theologie Calvins ist die unbedingte Heiligkeit Gottes. Alles Menschenwerk, sogar die Glaubensentscheidung, und nicht zuletzt der Kultus der katholischen Kirche (Sakramente, Reliquien, Ablass) galten ihm als Versuche, die Souveränität Gottes einzuschränken und an Irdisches zu binden. Die zum Teil schroffen Züge von Calvins Offenbarungs- und Gnadenlehre sind nur aus diesem Grundanliegen zu verstehen. Im Calvinismus ist vorherrbestimmt, ob das Individuum gut oder böse ist.

Wie bei allen Richtungen, die aus der Reformation hervorgingen, gehören die vier Solas zur Basis des Calvinismus:

Darüber hinaus wird die spezifische Lehre des Calvinismus oft in fünf Punkten zusammengefasst:

Weiter ist der Calvinismus geprägt durch

Kontroversen

Die strikte Lehre des Calvinismus wird von vielen Christen nicht akzeptiert, wobei es dafür unterschiedliche Gründe gibt. Dazu gehören insbesondere

Der Arminianismus, die Lehre der sogenannten Remonstranten, stellt eine ausdrückliche theologische Gegenposition zum Calvinismus innerhalb der calvinistisch geprägten Gebiete Nordwesteuropas dar.

Literatur

Weblinks

See also: Calvinismus, Abendmahl, Ablass, Allgemeines Priestertum, Arminianismus, Askese, Augustinus, Erlösung, Evangelisch-methodistische Kirche, Evangelium (Glaube)