Cape Canaveral
Dieser Artikel behandelt den Weltraumbahnhof. Für die gleichnamige Stadt siehe Cape Canaveral (Florida).
Cape Canaveral ist eine Halbinsel an der Ostküste Floridas.
Hier befindet sich der wichtigste Weltraumbahnhof der amerikanischen Raumfahrt. Von hier aus starten alle bemannten Raumflüge.
Das Gelände wurde seit den frühen fünfziger Jahren für Raketenstarts aller Art genutzt. Der breiten Öffentlichkeit bekannt wurde Cape Canaveral durch das Apollo-Programm mit bemannten Mondlandefähren in den 1960er und 1970er Jahren. Die Spaceshuttles starten ebenfalls hier, auch wenn Mitte der 1980er Jahre mit der Vandenberg Air Force Base in Kalifornien eine weitere Luftwaffenbasis als vollwertige Start- und Landebasis für die Shuttles ausgerüstet werden sollte. Dies wurde wegen finanzieller Engpässe und dem Unglück der Challenger aufgegeben, so dass Cape Canaveral gerade für den Betrieb der Raumgleiter weiterhin unentbehrlich bleibt.
Nach der Ermordung des amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy im Jahr 1963 wurde das Raketenstartgelände der NASA, Cape Canaveral, zu seinem Gedenken inoffiziell umbenannt und hieß danach Cape Kennedy. Der Name wurde 1964 vom Board of Geographic Names des US-amerikanischen Innenministeriums offiziell registriert.
Unter der lokalen Bevölkerung im Brevard County, wo das Kap liegt, wurde der Name nie akzeptiert und 1973 änderten die Behörden des Staates Florida den Namen wieder auf Cape Canaveral.
Der Weltraumbahnhof wird unterteilt in das Kennedy Space Center (KSC) der NASA, von dem die bemannten Space Shuttles starten, und die Cape Canaveral Air Force Station (CCAFS) der U.S. Air Force, von der die umbemannten Raketenstarts mit Atlas, Delta und Titan-Raketen stattfinden. In den 1960er Jahren starteten von der CCAFS auch die bemannten Missionen des Mercury- und Gemini-Programms.
Koordinate: 28° 27' 24" N 80° 31' 53" W
