William Carleton

Leben

William Carleton (* 20. Februar 1794 in Glogher, Grafschaft Tyrone, † 30. Januar 1869 in Dublin, war ein irischer Schriftsteller.

Der Sohn eines Landwirts kam mit 17 Jahren in ein Erziehungsinstitut in Glaßlough, das ein verwandter Priester leitete und blieb da zwei Jahre. Eine Pilgerreise nach Lough Dery, dem Fegefeuer des heiligen Patrick, veranlasste ihn zu seinem ersten literarischen Versuch, worauf er sich nach Dublin begab.

Hier lebte er bis 1848, wo er infolge der revolutionären Ereignisse auf mehrere Jahre nach Amerika ging. Er starb am 30. Januar 1869 in Dublin.

Werk

Seine in zahlreichen Auflagen erschienenen "Traits and stories of the Irish peasantry" (Dublin 1830, 2 Bde.) erhielten durch Neuheit des Inhalts und Frische der Schreibart den Beifall der Kritik und des Publikums, ebenso eine Fortsetzung (1832).

In seinem Roman "Fardorougha the miser" (1839), der Geschichte eines armen Teufels, artet der Humor mitunter aus, der Charakter des Geizigen ist jedoch mit kräftigem Pinsel gezeichnet. Später gab Carleton eine Sammlung von Erzählungen (1841, 3 Bde.) heraus, von denen die launige Skizze "The misfortunes of Barney Branagon" sogleich ein Liebling des Publikums wurde.

Die Erzählung "Valentine M'Clutchy" (1845, 3 Bde.) diente politischen und religiösen Zwecken, da sie zur Beförderung der Agitation für die Abtrennung Irlands und zur Verteidigung der katholischen Geistlichkeit bestimmt war.

Später folgten: "Rody the rover" (1846); "The black prophet", ein erschütterndes Gemälde der irischen Hungersnot von 1846 (1847; deutsch von Gerstäcker, Leipz. 1848, 2 Bde.); "Red Hall" (1852, 3 Bde.); "The clarionet" (1854); "The evil eye" (1860); "The double prophecy" (1862) u. a. Nach seinem Tod erschienen noch. "The fair of Emyvale and the master and scholar tales" (1870) und "Farm ballads" (1873). C. erscheint in diesen meist tendenziös gefärbten Werken als Maler der irischen Volkssitte, der die Leiden und Freuden seiner Landsleute lebendig und wirkungsvoll darzustellen weiß.

Dieser Artikel bedarf einer Überarbeitung. Eine Begründung befindet sich in der Regel auf der Diskussionsseite. Wenn du Lust hast, verbessere den Artikel und entferne anschließend diesen Baustein.

90px Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text („public domain“) aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890. Der Wissensstand von damals kann inzwischen überholt sein. Wenn du der Meinung bist, dass der Text den aktuellen Wissensstand zu diesem Thema widerspiegelt, dann kann dieser Hinweis aus dem Artikel entfernt werden.

Carleton, William Carleton, William Carleton, William Carleton, William Carleton, William

See also: William Carleton, 1794, 1830, 1832, 1839, 1841, 1845, 1846