Ceteris paribus

Ceteris paribus (lateinisch alles andere gleich) ist eine in Zusammenhang mit (Gedanken-)Experimenten gebrauchte Formulierung (auch Ceteris-paribus-Klausel genannt). Bedeutet so viel wie: „Unter der Annahme, dass alle außer den (vorher) genannten Rahmenbedingungen (Prämissen) gleich bleiben.“

In einem Experiment wird immer nur eine Einflussgröße verändert, während alle anderen konstant gehalten werden, um genau deren Einfluss bestimmen zu können. Die Ceteris-paribus-Klausel stellt damit einen Weg dar, vereinfachte Modelle der Wirklichkeit hinsichtlich der Auswirkungen von Veränderungen einzelner Parameter zu betrachten und zu bewerten.

Auf der anderen Seite kann das eine sehr gefährliche Einschränkung sein, wenn nicht überprüft wird, ob die Modellvereinfachung den betreffenden Sachverhalt noch ausreichend beschreibt, wenn die Modellergebnisse in die Realität übertragen werden sollen. Das heißt die Voraussetzung „Unter der Annahme, dass alle außer den (vorher) genannten anderen Rahmenbedingungen (Prämissen) gleich bleiben.“ darf nicht durch die Ergebnisse des (Gedanken-)Experiments falsch werden. Wenn das nicht überprüft wird, ist das ganze (Gedanken-)Experiment falsch bzw. unbrauchbar.

Vorkommen

Die Phrase ceteris paribus wird besonders gern in der Volkswirtschaftslehre verwendet.

See also: Ceteris paribus, Experiment, Modell, Phrase, Prämisse, Volkswirtschaftslehre