Cholin

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Cholin (Trimethyl-äthanolamin) ist ein Aminoalkohol und ein quartäres Ammoniumsalz mit der chemischen Formel

(CH3)3N+CH2CH2OH.

Es wurde 1862 entdeckt und 1866 erstmals chemisch synthetisiert. Es entsteht aus 2-Amino-äthanol durch Methylierung.

Cholin ist ein für Säuger semi-essentieller Nährstoff: Bei adäquater Versorgung mit Aminosäuren, hier insbesondere Lysin und Methionin, kann Cholin in ausreichender Menge im Körper gebildet werden. Daneben wird es bei monogastrischen Tieren auch durch die Nahrung aufgenommen (da Cholin als Bestandteil des Lecithins in der Zellwandmenbran vorhanden ist). Wiederkäuer bilden hier eine Ausnahme, da Cholin nahezu vollständig im Pansen abgebaut wird.

Die Funktion des Cholins im Stoffwechsel scheint in 3 Aufgaben zu bestehen:

  1. Es ist ein Bestandteil des Lecithins.
  2. Cholin ist in der Lage, im Stoffwechsel 3 Methylgruppen abzugeben; das entlastet den Methioninstoffwechsel (Methionin ist eine essentielle Aminosäure) und mittelbar auch den Stoffwechsel des Vitamins Folsäure.
  3. Cholin ist ein Bestandteil des Neurotransmitters Acetylcholin.

Außerdem spielt Cholin eine wichtige Rolle im Aufbau und in der Signalverarbeitung von Zellmembranen.

In der Halbleiterproduktion wird Cholin als Reinigungsmittel für Wafer eingesetzt.

Siehe auch


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See also: Cholin, Acetylcholin, Aminosäure, Biogenes Amin, Folsäure, Halbleiter, Hydroxid, Lecithin, Lysin