CHRISTLICHE MITTE - Für ein Deutschland nach GOTTES Geboten
| Basisdaten | |
|---|---|
| Gründungsdatum: | 27. August 1988 |
| Mitglieder: | ca. 400 (Stand: 1999) |
| Vorsitzender: | Adelgunde Mertensacker |
| Adresse: | Lippstädter Str. 42 59329 Liesborn |
| Website: | www.christliche-mitte.de |
| E-Mail: | Christliche-Mitte@t-online.de |
Die CHRISTLICHE MITTE - Für ein Deutschland nach GOTTES Geboten (kurz: CM) ist eine fundamentalistische, christlich-rechtsradikale Splitterpartei.
| Inhaltsverzeichnis |
Inhaltliches Profil
Die Partei versteht sich selbst als Sammelbewegung für Konservative, Patrioten, Christen und enttäuschte ehemalige CDU-Mitglieder. Sie fordert eine Ausrichtung aller gesellschaftlichen Bereiche „unter dem christlichen Sittengesetz nach Gottes Geboten“.
Die Ziele der Partei sind unter anderem die strafrechtliche Verfolgung von Abtreibungen als Mord, die Strafbarkeit von Homosexualität und jeglicher Form von Pornografie, der Verzicht auf Atomenergie, die Abschaffung der Massentierhaltung, sowie ein Verbot des Sexualkundeunterrichts an den Schulen.
Die Partei hält Muslime pauschal für undemokratisch. Sie sieht eine schleichende Eroberung Europas durch den Islam, den sie auf dem Weg zur Weltherrschaft wähnt, und eine Machtergreifung der Muslime mit Gewalt und Terror.
Geschichte
Die CM wurde am 27. August 1988 gegründet. Sie war eine Rechtsabspaltung des ZENTRUM. Sie hat nach eigenen Angaben 18.000 Mitglieder (2001), Beobachter gehen aber eher von rund 400 Mitgliedern aus.
Parteivorsitzende ist Adelgunde Mertensacker aus Liesborn, die von 1986 bis 1987 bereits Bundesvorsitzende des ZENTRUM war. Zusammen mit dem katholischen Pfarrer Winfried Pietrek aus Lippstadt, der Präses der CM-Jugendorganisation "Junge Mitte" ist, veröffentlicht sie seit den 1970er Jahren vor allem antiislamische Schriften und Flugblätter.
Gegen Mitglieder der Partei wurde mehrfach wegen des Verdachts auf Volksverhetzung ermittelt.
Bei Wahlen konnte sie bisher keine nennenswerten Erfolge erzielen. Den geringen Zuspruch bei Wählern begründet die Partei mit dem Sittenverfall in Europa und damit, dass ihr Programm sehr anspruchsvoll sei.
Wahlergebnisse
Bundestagswahlen
1990 0,1%; 1994 0,0%; 1998 0,0%; 2002 0,0%
Europawahlen
1989 0,2%; 1994 0,2%; 1999 0,1%; 2004 0,2%
Landtagswahlen
- Baden-Württemberg: 1996 0,0%; 2001 0,0%
- Hamburg: 1991 0,1%
- Nordrhein-Westfalen: 1995 0,0%; 2000 0,0%
- Saarland: 1999 0,1%
Literatur
Schirrmacher, Thomas Feindbild Islam - Am Beispiel der Partei "Christliche Mitte" Verlag: VTR - Verlag für Theologie und Religionswissenschaft, 2003, ISBN 3-933372-58-5, EUR 9,80
Weblinks
- Homepage
- Die politischen Arme Gottes - Die göttlichen Arme der Nation : Die Parteien des fundamentalistischen Christentums in Deutschland, a radical theory [art.e] und chaze - Kritischer Artikel
Siehe auch: Politische Parteien in Deutschland
