Chromosomenmutation

Chromosomenmutation ist eine erbliche, strukturelle Chromosomenaberration oder Mutation, bei der die Abfolge der Gene verändert wird, die hintereinander auf einem DNA-Strang eines Chromosoms angeordnet sind.

Inhaltsverzeichnis

Arten der Chromosomenmutation

thumb|Beispiele für Arten der Chromosomenmutation Man unterscheidet dabei zwischen verschiedenen Arten von Chromosomenmutationen:

Für Eigenschaften eines Organismus ist nicht nur der Genbestand, sondern auch die Anordnung der Gene auf dem Chromosom maßgebend (Positions-Effekt).

Auswirkungen

Zum Teil führen diese Veränderungen der Struktur des Chromosoms zu schwer wiegenden Krankheiten, Behinderungen und Fehlbildungen. Der Grund dafür ist meistens der Gen-Dosis-Effekt: Üblicherweise liegt ein Gen nur in einer bestimmten Anzahl vor (beim Menschen zweimal = disom), mit Ausnahme der Gene des X-Chromosoms. Bei einer Deletion und Duplikation ist das aber nicht mehr der Fall, die Gene kommen dann mehr oder weniger als zwei mal vor. Dabei kann es bereits bei kleinen Veränderungen dieser Art zum Absterben der Zelle kommen.

Translokationen und Inversionen müssen nicht zwangsläufig eine Auswirkung haben, da sich die Anzahl der Gene nicht verändert (= balancierte Translokation / balancierte Inversion), sondern nur ihre Position. Wenn sie eine Auswirkung haben, dann wegen des Positions-Effekts: Ein Gen kann nämlich in seiner Wirkungsweise von der Position auf dem Chromosom abhängig sein, insbesondere ist die Genregulation auch von der Lokalisation des Gens auf dem Chromosom abhängig.

Beispiele

Eine der vielen genetischen Besonderheiten, die durch Chromosomenmutationen hervorgerufen werden, ist das Cri-du-chat-Syndrom, das mit einigen körperlichen und kognitiven Besonderheiten einhergeht. Ursache ist eine Deletion am Chromosom der Nummer 5.

siehe auch


Kategorie:Genetik

See also: Chromosomenmutation, Behinderung, Chromatid, Chromosom, Chromosomenaberration, Cri-du-chat-Syndrom, Deletion, Desoxyribonukleinsäure, Fehlbildung, Gen