Chur

Wappen
98px|Wappen von Chur
Basisdaten
Kanton: Graubünden
Bezirk: Plessur
BFS-Nr.: 3901
PLZ: 7000-7007
Koordinaten: 46° 51' n. Br.
9° 32' ö. L.
Höhe: 593 m ü. M.
Fläche: 28.01 km²
Einwohner: 32'227 (31. Dezember 2003)
Website: www.chur.ch
Karte
299px|Karte von Chur

Chur [ˈkuːr], in der Schweiz ausserhalb Graubündens üblicherweise [ˈxuːr] (frz. Coire, it. Coira, rät. Cuera, mittelalterlich-lat. Curia R(h)aetorum) ist die Hauptstadt des Schweizer Kantons Graubünden sowie Hauptort des bündnerischen Bezirks Plessur. Chur liegt am rechten Ufer des Rheins. Das Gemeindegebiet reicht von 570 m ü.M. bis über 1'800 m ü.M.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Name Chur kommt vom keltischen kora, koria, was so viel heisst wie Stamm oder Sippe. Andere Quelle: das lateinische Curia bedeutet Rathaus.

Ausgrabungsfunde beweisen, dass der geschichtliche Ursprung von Chur bis ins Jahr 3000 v. Chr. zurückgeht. Damit handelt es sich um die älteste bekannte Siedlung der Schweiz. Nachdem die Römer im Jahre 15 v. Chr. Rätien eroberten, machten sie Chur zum Hauptort der Raetia prima, dem südlichen Teil der neuen Provinz. 284 wurde der Ort sogar zur Provinzhauptstadt erhoben.

Im Jahre 450 wurde Chur Bischofssitz. 1524 nahm die Stadt die Reformation an, obwohl der Bischof katholisch blieb. Auf diese Weise wurden Staat und Bischof getrennt. Nachdem Graubünden 1803 der Eidgenossenschaft beigetreten war, wurde Chur 1820 Hauptstadt des Kantons.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1860 6'990
1880 8'753
1888 9'259
1900 11'532
1910 14'639
1930 15'574
1950 19'382
1970 31'193
1980 31'193
1990 32'037
2000 32'989
2003 32'227
2004 35'035

Sehenswürdigkeiten

thumb|200px|left|Chur um 1900 [[Bild:Calanda.jpg|thumb|200px|Chur mit Calanda im Hintergrund]] thumb|200px|Chur (2004) thumb|200px|Bahnhof Chur

Den Mittelpunkt der Stadt bildet der Postplatz. An der nordöstlich wegführenden Grabenstrasse befindet sich das Bündner Kunstmuseum. Es stellt Gemälde verschiedener Bündner Künstler des 18. bis 20. Jahrhunderts aus. Südwestlich vom Postplatz erstreckt sich der Fontanaplatz mit einem Denkmal für den Schlossvogt Benedikt Fontana.

Die Altstadt liegt zwischen dem Postplatz, dem barocken Bischöflichen Hof aus den Jahren 1732 und 33 und dem Fluss Plessur. Hier findet man viele Zunft- und Bürgerhäuser aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Am Ostrand der Altstadt befindet sich der Regierungsplatz mit dem 1752 errichteten Regierungsgebäude (Graues Haus). Es beherbergt neben der Staatskanzlei und dem Sitzungssaal des Kleinen Rates auch die Kantonsbibliothek und das Staatsarchiv. Auf dem Regierungsplatz befindet sich das Vazerol-Denkmal, das an die Vereinigung der Drei Bünde im Jahre 1471 erinnert.

Südlich vom Regierungsplatz befindet sich neben dem Bischöflichen Hof auch die romanisch-gotische Kathedrale aus dem 12. und 13. Jahrhundert. Der dreischiffige Kirchenbau besitzt ein reich ausgestattetes Inneres.

Verkehr

Verkehrstechnisch ist Chur ein wichtiger Eisenbahnknoten, da hier die von Norden kommende Normalspurstrecke der Schweizerischen Bundesbahn endet, und man in das Schmalspurnetz der Rhätischen Bahn umsteigen kann. Letztere hat in Chur ihre Zentrale. Seit 2003 besitzt die Stadt eine mit einer riesigen Überdachung versehene, hochmoderne Umsteigestation für Bus und Bahn.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Sonstige

Weblinks

Modèle:Vorlage:Navigationsleiste Bezirk Plessur Kategorie:Ort in der Schweiz Kategorie:Ort im Kanton Graubünden Kategorie:Schweizer Gemeinde Kategorie:Hauptort eines Kantons (Schweiz)

See also: Chur, 12. Jahrhundert, 13. Jahrhundert, 1471, 1492, 1524, 1529