Cinerama

Cinerama ist ein 1952 von der Firma Paramount entwickeltes Filmformat mit dem Seitenverhältnis 3:1. Bei der Aufnahme und bei der Projektion sind drei Filmkameras beziehungsweise Projektoren nötig. Ein viertes Gerät sorgt bei der Projektion für den Gleichlauf der Projektoren und der Ton-Wiedergabe. Das Bild wird auf eine 146° gekrümmte Leinwand projiziert, die aus vielen einzelnen vertikalen Segmenten besteht. Im Gegensatz zum ähnlichen Filmformat Cinemiracle werfen die Projektoren das Teilbild direkt überkreuzt auf die Leinwand (Linker Projektor: rechter Leinwandbereich; mittlerer Projektor: Mitte; rechter Projektor: linker Leinwandbereich).

Das Verfahren wurde wegen der besseren Handlichkeit von Ein-Kamera-Systemen wie Cinemascope aufgegeben.

Einer der wenigen mit dieser Technik produzierten Filme ist "Das war der wilde Westen (How the West Was Won)". Es ist gleichzeitig der einzige bekannte Cinerama-Streifen, der später in einem aufwändigen Prozess ins 70 mm-Format zusammengesetzt (aus drei mach eins) und in der 35 mm-Fassung auch im Fernsehen wiedergegeben wurde.

Weblinks

Ganz genaue Beschreibung des Systems [1] Eine Liste der wenigen, in diesem Format produzierten Filme ist in der IMDB(1) bzw. IMDB(2) abrufbar.

Das Format Super-Cinerama IMDB(3) hat allerdings bis auf den Namensteil nichts mit Cinerama zu tun; es handelt sich um eines der zahlreichen Bezeichnungen des 70 mm-Formats.

See also: Cinerama, 1952, Cinemascope, Cinemiracle, Filmformat, Filmkamera, Paramount Pictures, Projektion, Projektor