Claudio Monteverdi

Claudio Zuan Antonio Monteverdi, getauft 15. Mai 1567 in Cremona / Norditalien, † 11. November 1643 in Venedig, war ein italienischer Komponist, Violaspieler und Sänger. thumb|240px|right|Claudio Monteverdi

Sein Werk markiert die Wende von der Musik der Renaissance zum Barock. Monteverdi führte die von den Florentinern (Jacopo Peri) kurz vor der Jahrhundertwende als neue musikalische Form entwickelte Oper zu ihrem ersten Höhepunkt und erntete großen Ruhm bereits zu Lebzeiten. Zusammen mit Heinrich Schütz gilt er als der bedeutendste Komponist des 17. Jahrhunderts. Als Harmoniker setzte er erstmals Dissonanzen in seinen Werken ein und erweiterte so die tonalen Vorstellungen der europäischen Musik.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Monteverdis Laufbahn begann 1590 am Hof des Herzogs Vincenzo I. Gonzaga zu Mantua als Sänger und Violinist, er wurde dort 1594 "Cantore" und schließlich 1602 Kapellmeister, mit dem Orchester bereiste er u.a. Ungarn, Flandern, Prag und Wien. Bis zu seinem vierzigsten Lebensjahr komponierte er fast ausschließlich Madrigale, insgesamt acht Bücher. Das letzte Buch enthält die „Magridale von Liebe und Krieg“ (Madrigali guerrieri et amorosi), welche vielfach als die vollendetsten Beispiele dieser Form betrachtet werden. Insgesamt demonstrieren die acht Bücher den bedeutenden Schritt vom polyphonischen Stil der Renaissancemusik zum monodischen Stil des Barock.

Von der Monodie, mit ihrer Betonung klarer Melodielinien, verständlicher Texte und einer zurückhaltend begleitenden Musik, war es nur ein kurzer, logischer Schritt zur Entwicklung der Oper. 1607 komponierte er eine der ersten ihrer Art, L'Orfeo, verfasst als Auftragsarbeit anlässlich des jährlichen Karnevals in Mantua; sie war auf Anhieb ein großer Erfolg. L'Orfeo sticht heraus durch seine dramatische Kraft und die lebendige Orchestrierung. Die Fabel wird in musikalischen Bildern entwickelt und die Melodien sind klar und gradlinig. Mit dieser Oper schuf Monteverdi eine gänzlich neue Form der Musik, das dramma per musica (Musikalisches Drama), wie es genannt wurde. Monteverdis Opern werden üblicherweise als Frühbarock bezeichnet. 1610 verfasste Monteverdi sein bedeutendstes Sakralwerk, die „Marienvesper(Vespro della Beata Vergine), das bis heute in der gesamten Geschichte der geistlichen Musik ohne Parallelen geblieben ist.

1612 wurde er, nach dem Tod seines Brotherrn, entlassen, ging für kurze Zeit zurück nach Cremona und erhielt 1613 die Kapellmeisterstelle in San Marco in Venedig, eines der bedeutendsten Ämter der damaligen Musik, wo er den Chor wiederbelebte. Obgleich die Position von ihm hauptsächlich Sakralmusik verlangte, beendete er hier sein achtes Madrigalbuch. Es enthält u.a. die dramatische Szene Il combattimento di Tancredi e Clorinda (1624), in dem Orchester und Stimmen zwei separate Einheiten bilden. Hervorragend an dieser Komposition ist der erstmalige Gebrauch von Tremolo und Pizzicato um dramatische Szenen zu unterstreichen. Ebenfalls komponierte er hier den Großteil seiner Opern, insbesondere angeregt durch die Eröffnung des ersten öffentlichen Opernhauses in Venedig im Jahre 1637, für welches er 4 Opern verfasste, darunter die erhaltenen Il ritorno d'Ulisse in patria (1641) und L'Incoronazione di Poppea (1642), die er als kranker Mann am Ende seines Lebens verfasste.

Insgesamt komponierte Monteverdi mindestens 18 Opern; nur L'Orfeo, L'Incoronazione, Il ritorno und die Arie „Lamento“ von seiner zweiten Oper l'Arianne blieben erhalten.

Werke

Geistliche Werke

Weltl. Vokalwerke

Bühnenwerke

Weblinks

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Personendaten
Monteverdi, Claudio Zuan Antonio
Italienischer Komponist
Mai 1567
Cremona
11. November 1643
Venedig

See also: Claudio Monteverdi, 11. November, 1567, 1582, 1583, 1584, 1587, 1590, 1592