Comodoro Rivadavia

Comodoro Rivadavia ist eine wichtige Hafen- und Industriestadt in der Provinz Chubut, im südlichen Argentinien. Die Stadt liegt am Golfo San Jorge, einer von bis zu 600 m hohen Bergen umgebene Bucht des Südatlantiks und hat mit ihren zahlreichen Vororten 160.000 Einwohner.

Comodoro Rivadavia wurde 1901 als Zentrum der Schafzuchtgegend Zentralpatagoniens gegründet. Als jedoch 1907 auf der Suche nach Trinkwasser zufälligerweise Erdöl gefunden wurde, begann die Stadt schnell zu wachsen. Heute ist Comodoro Rivadavia das Zentrum der argentinischen Erdölproduktion und besitzt mehrere Industriebetriebe, die das Rohöl verarbeiten. Zudem ist es die Handelsmetropole für den gesamten Süden Patagoniens.

Das Zentrum liegt am Südhang des Cerro Chenque, einem pyramidenförmigen, 212 m hohen Berg, der bis beinahe an die Küste heranreicht. Erdrutsche versperren des öfteren die Ruta Nacional 3, die zwischen Berg und Küste verläuft. Nördlich des Cerro Chenque gibt es weitere Stadtviertel in den Tälern einer bergigen Gegend und in den Buchten der Atlantikküste. Auf den Bergen befinden sich zahlreiche Windparks: Comodoro Rivadavia ist das Zentrum der noch im Aufbau begriffenen argentinischen Windenergie-Produktion.

Südlich der Stadt befindet sich in einer idyllischen Bucht der mondäne Strandort Rada Tilly, der südlichste voll ausgebaute Badeort der Welt.

See also: Comodoro Rivadavia, 1901, 1907, Argentinien, Atlantischer Ozean, Chubut, Erdöl, Patagonien, Rohöl, Ruta Nacional 3 (Argentinien)