Cool Jazz

Der Cool Jazz stellt eine Weiterentwicklung des Bebop dar. Oft wird er auch als Gegenbewegung zum hektischen Bebop betrachtet. Während der Bebop tanzbaren Charakter hat, ist der Cool Jazz eher konzertant orientiert, hat langsameres Tempo und weitgeschwungene Melodiebögen.

Cool Jazz ist eine kühle Musik. Erste Aufnahmen entstanden in den späten 1940ern vom Claude Thornhill Orchester.

Ein stilbildendes Album ist "Birth of the Cool" von Miles Davis.

Inhaltsverzeichnis

Entwicklung

Am Ende des 2. Weltkrieges lassen enttäuschte Musiker die Resignationen der Nachkriegszeit und ihre Gefühle im Cool-Jazz widerspiegeln, vor allem Miles Davis.

Stil

Die Eigenschaften des Cool-Jazz sind:

- vibratolose, undynamische, verhauchte und gedämpfte Tongebung
- die meist gleitende Melodiebewegung ("relaxed") mit langgezogenen Tönen und oft "verschleppten" Phraseneinsätzen
- melanchonischer, resignierter Ausdruck
- Bevorzugung der Compe (vor allem mit Trompete, Saxophon, Klavier, Gitarren, Bass, Drums)
- klassische / polyphone Elemente, z.b. Werke von Bach wurden verjazzt.

Hauptvertreter

Literatur

See also: Cool Jazz, 1940er, Bebop, Bill Evans (Jazzpianist), Chet Baker, Dave Brubeck, Gerry Mulligan, Joachim-Ernst Berendt, Johann Sebastian Bach, Lee Konitz