Corps Hannovera Göttingen

Das Corps Hannovera Göttingen ist ein Corps (Studentenverbindung) im Kösener Senioren-Convents-Verband (KSCV), dem ältesten Dachverband deutscher Studentenverbindungen. Das Corps ist pflichtschlagend und farbentragend. Es vereint Studenten und ehemalige Studenten der Georg-August-Universität Göttingen.

Die Corpsmitglieder werden "Göttinger Hannoveraner" genannt oder – unter Anspielung auf die Mützenfarbe - "Rote Hannoveraner".

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Couleur

[[Bild:Couleur_Corps_Hannovera_Göttingen.png|thumb|Couleur des Corps Hannovera Göttingen: Studentenmütze (oben), Corpsburschenband in rot-blau-gold (links) und Traditionsband des Seniors rot-blau-rot]]

Hannovera hat die Farben "rot-blau-gold" mit goldener Perkussion. Dazu wird eine kleine rote Mütze ("Hinterhauptcouleur") getragen.

Ursprünglich hatte das Corps Hannovera als "Landescorps" die Farben "rot-blau-rot", die vom hannöverschen Kernland Calenberg übernommen wurden. Das wurde jedoch durch die Kartellabschlüsse mit den Corps Lusatia Leipzig im Jahre 1849 und Corps Teutonia Marburg im Jahre 1858 (Goldenes Kartell) geändert. Der jeweils amtierende Senior der Hannovera trägt noch das alte rot-blau-rote Band als Traditionsband zusätzlich zum Hannoveranerband.

Wie bei allen Göttinger Corps tragen auch die Füchse bei Hannovera kein Fuchsenband.

Der Wahlspruch lautet "Nunquam retrorsum, fortes adiuvat fortuna!" (deutsch: "Niemals zurück, dem Tapferen hilft das Glück!").

Geschichte

Das Corps Hannovera wurde am 18. Januar 1809 von Studenten der Universität Göttingen gestiftet, die zu der Zeit die Landesuniversität des Königreichs Hannover war.

Hannovera ist seit Gründung des Verbandes im Jahre 1848 Mitglied im Kösener Senioren-Convents-Verband (KSCV).

Aufgrund der Struktur seiner Verhältnisse zu anderen Corps, insbesondere aufgrund der Zugehörigkeit zum ehemaligen Goldenenen Kartell als dem Kernkartell des Blauen Kreises, wird das Corps Hannovera zum "Blauen Kreis" innerhalb des KSCV gezählt.

Bekanntestes Mitglied

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Bismarck 1836

des Corps Hannovera war Otto von Bismarck, der in Göttingen einige seiner wildesten Jugendjahre zugebracht hat und auch den Göttinger Karzer näher kennen lernen durfte. Seine Göttinger Studentenwohnung, das Bismarck-Häuschen kann noch heute am Stadtwall besichtigt werden. Als er als Reichskanzler und ehemaliger Reichskanzler sich der Verehrung ganz Deutschlands und besonders der deutschen Corpsstudenten erfreute, hat er sich auch immer wieder zu seinem Corps bekannt ("Kein Band hält so fest wie dieses.").

Die Kösener Corpsstudenten errichteten Bismarck zu seinem 80. Geburtstag 1895/1896 das so genannte Jung-Bismarck-Denkmal auf einem Gelände vor der Rudelsburg bei Bad Kösen, dem jährlichen Treffpunkt der Kösener Corps. Es war das einzige von ungezählten Bismarck-Denkmälern Deutschlands, das ihn nicht als gereiften Würdenträger in steifer Pose zeigte, sondern als jungen Mann in legerer, ja fast lümmelnder Haltung. Natürlich mit Hund Ariel, Corpsband um die Brust und einem studentischen Korbschläger in der Hand. Der Entwurf des Bildhauers Prof. Norbert Pfretzschner war stark umstritten, aber von Bismarck selbst gut geheißen.

weitere bekannte Hannoveraner

Siehe auch:

Literatur

Weblinks


Hannovera Göttingen Kategorie:Göttingen

See also: Corps Hannovera Göttingen, 18. Januar, 1809, 1848, Bad Kösen, Calenberger Land, Corps, Corps Lusatia Leipzig, Corps Teutonia Marburg, Couleur