Kortikoid
Kortikoide oder Kortikosteroide sind eine Gruppe von ca. 50 in der Nebennierenrinde gebildeten Steroidhormonen sowie chemisch vergleichbare synthetische Stoffe. Alle Kortikoide entstehen dabei aus dem Ausgangsstoff Cholesterol. Unterschieden werden: Mineralokortikoide aus der Zona glomerulosa, Glukokortikoide aus der Zona fasciculata und Sexualhormone aus der Zona reticularis.
Zu den natürlichen Kortikoiden gehören das Kortison, das Kortisol, das Aldosteron, das Corticosteron und das Desoxycorticosteron. Künstliche Kortikoide sind Fludrocortison, Prednison und Prednisolon, Methylprednisolon, Triamcinolon, Dexamethason, Betametahason und Paramethason
Prednison (17α,21-Dihydroxy-1,4-pregnadien-3,20-dion) ist ein künstlich hergestelltes Kortikoid, welches einer dehydrierten Variante des Cortison entspricht. Seine Wirkung liegt etwa bei der vier- bis fünffachen des Cortison und es wird bei den gleichen Erkrankungen eingesetzt.
Kortikoide werden zur Behandlung von Asthma, Ekzemen, Neurodermitis und Schuppenflechte (Psoriasis) genutzt.
Darüber hinaus gibt es auch synthetische Kortikosteroide mit zum Teil starken Unterschieden in ihrer Aktivität im Vergleich zu den natürlichen Kortikosteroiden.
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