Harald Blüchel
Harald Blüchel (* 19. Februar 1966 in Nürnberg) ist ein erfolgreicher Musikproduzent. Als Cosmic Baby spielte er eine wichtige Rolle für die Techno-Bewegung in Deutschland. Seit 2003 ist er vor allem für das Projekt "Bluechel & von Deylen" tätig.
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Biographie
Harald Blüchel wurde als hochbegabtes Kind bereits im Alter von sieben Jahren am Nürnberger Konservatorium zum Klassik-Pianisten ausgebildet. Man erwartete, dass er zu einem großen deutschen Pianisten werden würde, doch Blüchel wollte nicht "nur" Kompositionen aus alten Tagen neu interpretieren, sondern eigene Werke erschaffen. Beeinflusst durch Tangerine Dream und Kraftwerk sah er seine Zukunft in der elektronischen Musik. 1987 zog Blüchel nach Berlin und schrieb sich dort für die Art Academy ein. An der Technischen Universität studierte er Tontechnik und erlernte die technische Seite der Musikproduktion.
Als "Cosmic Baby" wurde er zu einem Vorreiter der Techno-Bewegung. Bereits 1991 veröffentlichte er seine erste Techno-Schallplatte. Zu Beginn des Jahres 1992 kam er beim Label MFS unter Vertrag und veröffentlichte im September des selben Jahres sein erstes Album Cosmic Baby-Album "Stellar Supreme", das seinen Ruf innerhalb der Techno- und Trance-Szene festigte und ihn bis über die Landesgrenzen hinaus bekannt machte. Parallel dazu rief er mit Paul van Dyk das Projekt "The Visions of Shiva" ins Leben und veröffentlichte die Single "Perfect Day", die rasch zum Clubhit wurde. Außerdem brachte er zusammen mit Mijk van Dijk auf MFS die allererste gemixte Trance-CD heraus: Tranceformed from beyond.
1993 erschien in Zusammenarbeit mit Kid Paul unter dem Namen Energy 52 die Trance-Hymne "Café del Mar", die zu einem der weltweit bekanntesten Lieder dieser musikalischen Richtung wurde. Außerdem wurde die zweite Visions of Shiva-Single veröffentlicht: "How much can you take?", die an den Erfolg des Vorgängers anschließen konnte. Noch im selben Jahr wechselte Blüchel zu Logic und konzentrierte sich auf sein Solo-Projekt. Im Januar 1994 veröffentlichte er die Single "Loops of Infinity", die es als eine der ersten Trance-Produktionen bis in die Deutschen Charts schaffte. Im April folgte sein zweites Album "Thinking about myself".
1995 verließ er Logic und gründete sein eigenes Label "Time out of Mind", auf dem er sich deutlich vom klassischen Trance-Sound entfernte und sich in den folgenden Jahren sehr experimentiertfreudig zeigte.
1998 unterzeichnete Blüchel einen Vertrag mit Intercord und veröffentlichte da das Album "Heaven" und die beiden Singles "Lucifer" und "Sketches in Spring".
2003 lernte Blüchel über einen Freund den Musikproduzenten Christoph von Deylen kennen, der als Schiller internationale Erfolge feiert. Gemeinsamkeiten wie die Liebe zur Musik von Erik Satie oder Phillip Glass sorgten dafür, dass sie sich gut verstanden und auch im Studio schon nach kurzem produktiv zusammen agieren konnten. Daraus entstand das Projekt "Bluechel und von Deylen". Im Januar 2004 erschien das erste gemeinsame Album "Bi Polar". Aufgrund der guten Resonanz bei den Käufern erschien noch im selben Jahr das Folgealbum "Mare Stellaris".
Weitere Projekte
Als "Cosmic Baby" ist (bzw. war) Blüchel auch in andere Musik-Projekte involviert: The Visions of Shiva (zusammen mit Paul van Dyk), Veinmelter (mit Moony Jonzon), Energy 52 (zusammen mit Kid Paul), Zoltan Vargas, Industrie & Melodie, Cosmic Inc. u.a.
Diskographie
Singles und EPs
- 1991 - Cosmic Enterprises: Tao (White Label)
- 1992 - Cosmic Baby: Transcendental Overdrive (MFS)
- 1992 - Cosmic Baby: Cosmikk Trigger (ESP)
- 1992 - GTO Remixes Cosmic Babies (MFS)
- 1992 - Cosmic Baby: 23 (MFS)
- 1992 - Cosmic Baby: Oh Supergirl (ESP)
- 1993 - Cosmic Baby: The Cosmic, very Cosmic EP (MFS)
- 1993 - Cosmic Baby: Heaven's Tears (MFS)
- 1994 - Cosmic Baby: Loops of Infinity (Logic)
- 1994 - Cosmic Baby: Loops of Infinity Remixes (Logic)
- 1994 - Cosmic Baby: Fantasia
- 1994 - Cosmic Baby: A Tribute to Blade Runner, Part 1 (EastWest)
- 1995 - Cosmic Baby: A Tribute to Blade Runner, Part 2 (EastWest)
- 1995 - Cosmic Inc.: Futura (Logic)
- 1995 - Cosmic Baby: Cosmic greets Florida (Logic)
- 1998 - Cosmic Baby: Lucifer (Intercord)
- 1999 - Cosmic Baby: Sketches in Spring
Alben
- 1992 - Cosmic Baby: Stellar Supreme (MFS)
- 1994 - Cosmic Baby: Thinking about myself (Logic)
- 1995 - Cosmic Inc.: Futura (Logic)
- 1995 - Cosmic Baby: Stunde Null (Time out of Mind)
- 1995 - Cosmic Baby: Fourteen Pieces (Time out of Mind)
- 1996 - Cosmic Baby: Kinetik (Time out of Mind)
- 1997 - Cosmic Baby: Musik zu Andorra (Time out of Mind)
- 1998 - Cosmic Baby: Heaven (Intercord)
- 2004 - Bluechel & von Deylen: Bi Polar
- 2004 - Bluechel & von Deylen: Mare Stellaris
Weblinks
- Offizielle Hompeage (Cosmic Baby)
- Offizielle Hompeage (Harald Blüchel)
- Fan-Seite mit ausführlicher Diskographie
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Blüchel, Harald |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | Deutscher Musikproduzent |
| GEBURTSDATUM | 19. Februar 1966 |
| GEBURTSORT | Nürnberg |
| STERBEDATUM | |
| STERBEORT | |
