Count Basie

William "Count" Basie (* 21. August 1904 in Red Bank, New Jersey USA26. April 1984 in Hollywood) war ein afroamerikanischer Jazz-Pianist, Organist und Bandleader. Er nannte sich selbst "Count" (dt. "Graf") des Jazz in Anlehnung an Duke Ellington (Duke - Herzog) und Nat King Cole (King - König).

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Leben und Werk

William Basie wurde in Red Bank (New Jersey) geboren. Sein Vater, Harvey Lee Basie, arbeitete als Kutscher und Hausmeister für einen Juristen, seine Mutter hieß Lilly Ann Childs Basie. Sein Bruder, acht Jahre älter als er selbst, verstarb, als Basie noch im Kindesalter war. Sein Vater spielte Mellophon, eine Art Horn, seinen ersten Klavierunterricht bekam er von der Mutter am häuslichen Klavier. Später bekam Basie Klavierstunden bei "Miss Vandevere".

Als Jugendlicher half er dem "Palace Theater" in Red Bank, um sich etwas dazu zu verdienen. Als eines Abends der Pianist des Theaters nicht auftauchte, wurde Basie kurzerhand an das Klavier gesetzt und untermalte fortan Stummfilme musikalisch.

Mehrere Jahre lang tourte der junge Bill Basie (wie er damals genannt wurde) durch die Varietés als Solokünstler und an der Seite von Bluessängern. 1928 kam er zu Walter Page's "Blue Devils" und im folgenden Jahr wurde er Pianist der Bennie Moten Band in Kansas City (Missouri). Nach dem Tod Motens 1935, wurde Basie Bandleader und startete seine Karriere als "Count Basie". Er gründete seine eigene Bigband, die zum größten Teil aus Moten´s Musikern bestand, und die in den nächsten Jahren (ab 1938) schnell populär wurde. Das Material dieser ersten Basieband bestand vorwiegend aus Headarrangements von Bluesthemen. Zur Band gehörten u.a. Lester Young und Herschel Evans (ts), Earl Warren (as), Buck Clayton und Harry Edison (tp), Benny Moten und Dicky Wells (tb), Freddie Green (git), Jo Jones und Walter Page (b).

Doppelkonzerte und Bigbandbattles waren Ende der 30er bzw. Anfang der 40er Jahre gefragt. Ein bekanntes Bigbandbattle fand am 16. Januar 1938 im Savoy (Tanzsaal) zwischen der Basie Bigband und Chick Webb´s Bigband statt, aus dem Basie mit seiner Band als Sieger hervorging.

Ab 1944 sank die Popularität und Qualität der Band, sodass Basie später nur noch im Septett spielte.

Die Big Band-Ära schien zu Ende, doch formte Basie 1952 eine neue Bigband, die "New Testament Band" mit Marshall Royal (as) als Konzertmeister und Eddie Lockjaw Davis (ts). Dank neuer Arrangeure und Jazzberühmtheiten wie Thad Jones (tp), Frank Wess und Frank Foster (ts) ('The two Franks') und Henry Cooker (tb) gelang ihm mit der neuen Formation ein grandioses Comeback.

Basie räumte Grammy Awards ab, und tourte, für BigBands damals durchaus ungewöhnlich, international.

In den Siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts zwang ihn seine Herzkrankheit öfters in den Rollstuhl. 1980 startete der Bandleader seine letzte Europa-Tournee.

Basie entdeckte nicht nur einige der besten Bluessänger: Jimmy Rushing, Joe Turner und Joe Williams, sondern begleitete auch zahlreiche SängerInnen wie zB. Frank Sinatra und Ella Fitzgerald. Als Arrangeure arbeiteten für ihn Quincy Jones, Thad Jones, Neal Hefti, Bill Holman und Sammy Nastico.

Nach seinem Tod übernahmen Thad Jones und später Frank Foster die Bigbandleitung, das Count Basie Orchestra existiert bis heute.

Diskografie

Berühmte Singles

Weblinks

Count Basie - Ausführliches Projekt (Englisch)


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Personendaten
Basie, William "Count"
US-amerikanischer Jazz-Pianist, Organist und Bandleader
21. August 1904
Red Bank, New Jersey USA
26. April 1984
Hollywood

See also: Count Basie, 1904, 1928, 1935, 1952, 1980, 1984, 21. August, 26. April