Daker

Die Daker waren ein thrakisches Volk mit keltischen Einflüssen und besiedelten einige Jahrhunderte vor der Zeitenwende das Gebiet des heutigen Rumänien.

Nachdem die unter Decebal vereinten Daker von den Römern im Jahr 106 unter Trajan besiegt und ihr Land endgültig unterworfen war, umfasste die Römische Provinz (Dacia) im wesentlichen das von ihnen bewohnte Gebiet. Die Provinz reichte aber um etwa ein Viertel ihrer Fläche über das Territorium des heutigen Rumänien hinaus und schloss die Pannonische Tiefebene mit ihrem Ostrand (etwa ab der Theiss) ein - also Teile des heutigen Serbien und Ungarn, ferner kleinere Teile der Slowakei, von Moldawien und Bulgarien.

Einige Historiker leiten die Herkunft der Rumänen über die Dakoromanen von den Dakern ab. Eine ununterbrochene Besiedlung des heutigen Rumäniens durch Nachfahren der Daker ist jedoch nach wie vor sehr umstritten - sie gilt weder als bewiesen noch als widerlegt. Ab 600 wanderten jedenfalls Slawen in das Gebiet ein, welche teilweise die Vorfahren der Bulgaren sind.

Geschichte

Die Assimilierung der Daker durch die Römer ließ das rumänische Volk entstehen. Dessen heutige Sprache gehört zur romanischen Sprachfamilie und ist mit dem Italienischen und einigen Sprachinseln im Alpengebiet verwandt; zum Spanischen und Französischen ist die Verwandtschaft etwas geringer.

Literatur

See also: Daker, 102, 106, 107, 276, 29 v. Chr., 500 v. Chr., 85, Banat, Bug