Dandong

right|Lage der Stadt Dandong

Dandong (Kurzzeichen: 丹东; Langzeichen: 丹東; Pinyin: Dāndōng) ist eine Stadt im Nordosten der Volksrepublik China in der Provinz Liaoning mit 604.600 Einwohnern (Stand 1. Januar 2004). Die Stadt liegt im Mündungsgebiet des Yalu (Amrokgang) ins Gelbe Meer. Der Fluss markiert die Grenze zwischen China und Nordkorea. Dandong besitzt einen Binnenhafen und einen Hafen für Hochseeschiffe. In der Stadt werden Maschinen, Textilien, Papier, Zellstoff, Seide, Gummi und chemische Produkte hergestellt. Sie ist über eine Brücke mit der koreanischen Stadt Sinŭiju verbunden.

Geschichte

Seit der Gründung der Stadt während der Ming-Dynastie (1368-1644) entwickelte sie sich zu einem wichtigen Handelsknotenpunkt zwischen China und Korea.

Die wirtschaftliche Entwicklung von Dandong wurde durch den Anschluss an das Bahnnetz im Jahre 1907 gefördert. Während der Besetzung durch japanische Truppen 1931 bis 1945 und vor allem nach Beendigung des Koreakriegs (1950-1953) wurde die Stadt zu einem wichtigen Industriezentrum in der Region ausgebaut.

Lange Zeit kam man dem isolierten Staat Nordkorea ohne Visum am nächsten über die alte Yalu-Brücke im Süden von Dandong, neben der neuen Brücke. Die Koreaner haben ihre Hälfte abgerissen, doch die chinesische Seite ist als Denkmal erhalten und mit Fotos der japanischen Originalkonstruktion von 1911 ausgestattet. Damals hieß die Stadt Anhong. 1965 wurde sie in Dandong umbenannt.

Die Brücke endet an einer Art Metallknäuel, das auf US-amerikanische Bombardierungen im Jahr 1950 zurückgeht - eine Reaktion auf die chinesische Einmischung in den Koreakrieg.

Sehenswert ist die schöne Umgebung in der Nähe der Brücken am Ufer des Flusses Yalu. Im nahen Yalu-Park kann man Autoscooter fahren. Am westlichen Ende der Promenade bildet der Kulturplatz den beleuchteten und heiteren Abendtreffpunkt der einheimischen Bevölkerung.

See also: Dandong, 1368, 1644, 1907, 1911, 1931, 1945, 1950, 1953, 1965