Daniel Chodowiecki

[[Bild:Adolf Friedrich Erdmann von Menzel 018.jpg|thumb|Adolph von Menzel: Chodowiecki auf der Jannowitzbrücke, postumes Porträt, 1859]] Daniel Nikolaus Chodowiecki (* 16. Oktober 1726 in Danzig; † 7. Februar 1801 in Berlin) war der populärste deutsche Kupferstecher, Grafiker und Illustrator des 18. Jahrhunderts.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Chodowiecki stammt aus einer ursprünglich adeligen polnischen Hugenottenfamilie. Er war der Sohn des Danziger Getreidegroßhändlers Gottfried Chodowiecki und dessen Ehefrau Marie Henriette Ayrer. Der Miniaturmaler Gottfried Chodowiecki war sein Bruder. Nach dem Tod seines Vaters 1740 musste Chodowiecki eine kaufmännische Lehre beginnen.

1743 kam er nach Berlin in das Quincaillerie-Geschäft (dt. Kurzwaren) seines Onkels Antoine Ayrer. Chodowiecki zeichnete und entwarf dort Modeschmuck. Ayrer sorgte dann auch für eine künstlerische Ausbildung und ließ seine Neffen Daniel und Gottfried vom Augsburger Johann Jakob Haid in der Emailmalerei unterrichten. Ab 1754 machten sich die Brüder Chodowiecki als Miniatur- bzw. Emailmaler selbstständig. In dieser Zeit war Chodowiecki auch Schüler der Künstler Christian Bernhard Rode und Johann Heinrich Meil.

Bereits ein Jahr später heiratete Chodowiecki in Berlin Johanna Marie Barez, die Tochter des hugenottischen Seidenstickers Jean Barez aus Amsterdam. Mit ihr hatte er sechs Töchter und drei Söhne; darunter den Maler und Kupferstecher Louis Guilleaume Chodowiecki. Diese Heirat band Chodowiecki sehr stark in die französische Gemeinde in Berlin ein, in der er sich auch sehr engagierte.

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Brandenburger Tor 1764 in Berlin, entworfen von Philipp Gerlach, Aussehen von 1735 bis 1788, von Chodowiecki 1764 gestochen, Blick nach Westen auf die Bäume des Tiergartens

In den Almanachen und Kalendern der Zeit konnte Chodowiecki als Illustrator erste Erfolge erzielen. Später machten ihn seine Kupferstiche in der ganzen Welt berühmt. Chodowiecki illustrierte nicht nur Werke von Gotthold Ephraim Lessing, Johann Wolfgang von Goethe oder Friedrich Schiller. Auch wissenschaftliche Werke, wie z.B. von Johann Bernhard Basedow, Johann Timotheus Hermes und Christian Gotthilf Salzmann sind mit seinen Stichen bebildert. Auch in den Übersetzungen der Bestseller von Oliver Goldsmith, Miguel de Cervantes Saavedra und Tobias Smollett fanden seine Illustrationen Verwendung.

Dieses enormes Werk (fast 2300 Radierungen) konnte Chodowiecki nur mit einer Werkstatt bewältigen, in der er Vieles delegieren konnte. Für ihn arbeiteten einige der besten Kupferstecher, Radierer und Miniaturmaler des Landes.

Auf seine Entwürfe geht die Bauplastik am Französischen Dom in Berlin zurück. Mit seinen wenigen Gemälden hat der Künstler nur mäßigen Erfolg. Ab 1764 war Chodowiecki Mitglied der Akademie der bildenden Künste in Berlin. 1786 avancierte er zum Sekretär der Akademie und war als solcher bis 1790 für die akademischen Ausstellungen zuständig. 1790 beförderte man ihn zum stellvertretenden Direktor und in den Jahren 1797 bis 1801 leitete er als Direktor die Akademie.

In Berlin wohnte er von 1755 in der Brüderstraße und später in der Behrendstraße 31. Im Alter von 75 Jahren starb Daniel Nikolaus Chodowiecki am 7. Februar 1801 in Berlin. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Friedhof der Französisch-Refomierten Gemeinde zu Berlin.

Zitate

Literatur

Weblinks

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Personendaten
Chodowiecki, Daniel Nikolaus
deutscher Kupferstecher, Grafiker und Illustrator des 18. Jahrhunderts.
16. Oktober 1726
Danzig
7. Februar 1801
Berlin

See also: Daniel Chodowiecki, 16. Oktober, 1726, 18. Jahrhundert, 1801, 7. Februar, Adolph von Menzel, Akademie der bildenden Künste, Berlin