Dschungelbuch
Das Dschungelbuch und Das zweite Dschungelbuch ist eine Sammlung von Erzählungen und Gedichten des britischen Autors Rudyard Kipling. Die beiden Bände erschienen 1894 und 1895. Die bekanntesten Erzählungen darin handeln von Mowgli, einem Findelkind, das ohne Kontakt zu Menschen bei den Tieren des Dschungels aufwächst.
Das Werk steht dem Genre des Entwicklungsromans nahe, da es Mowglis Erwachsenwerden und Bewusstwerdung vom verspielten Kind bis hin zum Herrn über die Tierwelt aufzeigt. Mowgli muss lernen, dass die Gesetze der Natur hart sind und ein hohes Maß von Verantwortung fordern. Im Kampf mit den Kräften der Natur, mit den Tieren und mit den Menschen reift das Kind zum selbstbewussten Jugendlichen.
Das Dschungelbuch liefert viele pädagogisch verwendbare Metaphern (zum Beispiel die gesetzlosen Affen) in einer gerade für Kinder spannenden Umgebung. Darum wird es als Spielidee in der Wölflingsstufe bei den Pfadfindern eingesetzt.
Verfilmung
Die bekannteste Real-Verfilmung stammt von Zoltan Korda, mit dem indischen Kinderstar Sabu (1942). Die bekannteste Zeichentrick-Version des Stoffes ist sicher Das Dschungelbuch von Walt Disney, entstanden 1967.
2003 erstellte die Bundeszentrale für politische Bildung in Zusammenarbeit mit zahlreichen Filmschaffenden einen Filmkanon für die Arbeit an Schulen und nahm diesen Film in ihre Liste mit auf.
In dem Jahr entstand auch eine Fortsetzung des Disney-Trickfilms, die den Stil und die Atmosphäre des Vorgängers nicht ganz beibehalten konnte.
Eine weitere Realverfilmung drehte Stephen Sommers 1994 mit Jason Scott Lee als Mowgli. Weitere Darsteller: Cary Elwes, Sam Neill und John Cleese.
